Diese Sommer-Gewohnheit kann am Steuer gefährlich werden
Mit den steigenden Temperaturen kehrt auch eine Gewohnheit zurück, die Verkehrsexperten kritisch sehen.
Viele Autofahrer steigen nach dem Freibad- oder Seebesuch direkt mit Flip-Flops, Badeschlapfen oder sogar barfuß ins Auto. Was bequem erscheint, kann in einer Notbremsung zum Problem werden.
Flip-Flops bieten wenig Halt
Der ÖAMTC warnt davor, die Auswirkungen ungeeigneten Schuhwerks zu unterschätzen.
Bereits ein kurzer Moment kann entscheidend sein: Rutscht der Fuß vom Pedal oder lässt sich das Bremspedal nicht mit voller Kraft betätigen, können wertvolle Sekunden verloren gehen.
Besonders problematisch seien locker sitzende Flip-Flops oder Badeschuhe, die sich zwischen den Pedalen verfangen können.
Keine Strafe – aber mögliche Folgen
In Österreich gibt es zwar keine gesetzliche Vorschrift, die bestimmtes Schuhwerk beim Autofahren verlangt.
Kommt es allerdings zu einem Unfall und ungeeignete Schuhe haben nachweislich dazu beigetragen, könnten versicherungs- oder haftungsrechtliche Konsequenzen drohen.
Ersatzschuhe im Auto empfohlen
Der ÖAMTC empfiehlt daher, im Sommer geeignete Schuhe im Fahrzeug mitzuführen.
Wichtig sei allerdings, lose Schuhe nach dem Wechsel sicher zu verstauen. Andernfalls könnten sie während der Fahrt in den Fußraum rutschen oder bei einem abrupten Bremsmanöver zum Risiko werden.
Auch die Sitzposition wird oft unterschätzt
Nicht nur die Schuhe spielen eine Rolle. Laut Fahrtechnik-Experten sitzen viele Menschen falsch hinter dem Steuer. Besonders auf längeren Fahrten wird die Rückenlehne oft weit zurückgestellt oder der Abstand zum Lenkrad vergrößert.
Das kann die Kontrolle über das Fahrzeug erschweren und die Reaktionsfähigkeit in Gefahrensituationen einschränken.
Füße am Armaturenbrett können schwere Folgen haben
Ein weiterer Klassiker der Urlaubssaison betrifft den Beifahrersitz. Immer wieder legen Mitfahrer die Füße auf das Armaturenbrett.
Der ÖAMTC warnt eindringlich davor. Löst bei einem Unfall der Airbag aus, können die Beine mit großer Wucht nach hinten geschleudert werden. Die Folge können schwere Verletzungen an Beinen, Hüfte oder Wirbelsäule sein.
Experten raten zu regelmäßigen Trainings
Die richtige Sitzposition und das Verhalten in Gefahrensituationen zählen zu den wichtigsten Inhalten der Fahrtechniktrainings des Mobilitätsclubs.
Dabei erleben Teilnehmer unmittelbar, wie stark sich Sitzposition, Reaktionszeit und Fahrzeugkontrolle gegenseitig beeinflussen.
(Red)