Dieselpreis sank um rund 15 Cent
Der Median-Preis für einen Liter Diesel lag im Mai in Vorarlberg bei 1,943 Euro. Das waren rund 15 Cent weniger als im April, als im Schnitt 2,098 Euro bezahlt werden mussten. Darauf weist die Mobilitätsorganisation VCÖ unter Berufung auf Daten der E-Control hin.
Auch gegenüber dem Höchststand Ende März sei Diesel deutlich günstiger geworden. Damals lag der Median-Preis laut VCÖ bei rund 2,25 Euro pro Liter.
Eurosuper weiterhin günstiger als Diesel
Für einen Liter Eurosuper wurden im Mai in Vorarlberg im Median 1,819 Euro bezahlt. Damit blieb Benzin günstiger als Diesel. Im Vergleich zum April stieg der Preis jedoch um rund sieben Cent. Gegenüber dem Höchststand Ende März sei Eurosuper laut VCÖ dennoch um neun Cent günstiger gewesen.
Im Verlauf des Monats gingen die Preise für beide Kraftstoffe zurück. Der Median-Preis für Eurosuper lag am 31. Mai um 8,8 Cent unter dem Wert vom 1. Mai. Diesel verbilligte sich im selben Zeitraum um 20 Cent.
VCÖ sieht Sparpotenzial beim Verbrauch
Der VCÖ verweist darauf, dass sich die Spritkosten nicht nur durch niedrigere Preise, sondern auch durch einen geringeren Verbrauch reduzieren lassen.
"Eine deutlich größere Wirkung als die Spritpreisbremse hat auf die Spritkosten eine Spritverbrauchsbremse. Eine Reduktion des Verbrauchs um 20 Prozent wirkt so, als würde ein Liter Diesel statt 1,94 Euro nur 1,55 Euro kosten oder ein Liter Eurosuper statt 1,82 Euro nur 1,46 Euro", erklärte VCÖ-Experte Michael Schwendinger.
Als Maßnahmen nennt die Mobilitätsorganisation unter anderem niedrigere Geschwindigkeiten auf Autobahnen, vorausschauendes Fahren, den richtigen Reifendruck sowie den Verzicht auf zusätzliche Spritverbraucher wie Dachboxen.
Fahrgemeinschaften und Öffis als Alternative
Zusätzliche Einsparmöglichkeiten sieht der VCÖ in Fahrgemeinschaften sowie im Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad. Besonders Pendlerinnen und Pendler könnten laut der Organisation ihre Mobilitätskosten mit dem Klimaticket senken.
Zugleich fordert der VCÖ weitere politische Maßnahmen zur Verringerung des Spritverbrauchs. Hintergrund seien Unsicherheiten auf den internationalen Energiemärkten. Eine geringere Abhängigkeit von Erdöl könne laut Schwendinger sowohl die Versorgungssicherheit erhöhen als auch starke Preisschwankungen abfedern.
(VOL.AT)