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Doping-Schock um Ex-Olympiasieger: Schon wieder positiver Test

Olympiasieger Schwazer bestreitet neuen Dopingvorwurf.
Olympiasieger Schwazer bestreitet neuen Dopingvorwurf. ©APA-Images / LaPresse / Enrico Pretto
Der italienische Geher Alex Schwazer steht erneut im Fokus der Anti-Doping-Behörden. Nach einem Wettkampf bei den deutschen Meisterschaften im April wurde laut der Nationalen Anti-Doping-Agentur Deutschlands (NADA) ein Verfahren gegen den 41-Jährigen eingeleitet.

Positiver Befund bei Meisterschaften in Deutschland

Wie die NADA am Montag mitteilte, wurde bei Alex Schwazer im Rahmen einer Dopingkontrolle nach den deutschen Meisterschaften der Geher in Kelsterbach die verbotene Substanz Erythropoetin (EPO) nachgewiesen. Die Urin- und Blutproben waren am 26. April nach dem Wettkampf genommen worden.

Schwazer hatte bei den Titelkämpfen über die neu eingeführte Marathon-Distanz mit einer Zeit von 3:01:55 Stunden gewonnen und dabei einen italienischen Rekord aufgestellt.

EPO fördert die Bildung roter Blutkörperchen und erhöht dadurch die Sauerstoffaufnahmefähigkeit des Körpers. Die Substanz zählt insbesondere im Ausdauersport zu den bekanntesten verbotenen Dopingmitteln.

Schwazer weist Vorwürfe zurück

Bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Bozen bestritt Schwazer die Vorwürfe. „Ich bin unschuldig, ich habe weder Epo genommen noch andere Substanzen“, sagte der Südtiroler.

Zugleich erklärte er, dass er sich diesmal nicht mehr gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen wolle. „Diesmal aber werde ich mich nicht mehr dagegen zur Wehr setzen, ich habe dazu keine Kraft mehr. Ich bin 41 Jahre alt, habe eine wunderschöne Familie und mein Leben. Mein Job hat nichts mit dem Leistungssport zu tun.“

Mehrere Dopingfälle in der Vergangenheit

Schwazer gewann bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking die Goldmedaille über 50 Kilometer Gehen. Vier Jahre später wurde er kurz vor den Spielen in London positiv auf EPO getestet. Er räumte den Dopingverstoß damals ein und wurde für knapp vier Jahre gesperrt.

Im Jahr 2016 folgte ein weiterer positiver Test außerhalb eines Wettkampfs. Damals wurde synthetisches Testosteron nachgewiesen. Schwazer bestritt die Vorwürfe und sprach von einer manipulierten Probe. Die zuständigen Sportinstanzen verhängten jedoch eine weitere Sperre von acht Jahren.

Mögliche Konsequenzen

Zuletzt war Schwazer als Halbprofi aktiv und arbeitete neben seiner sportlichen Laufbahn unter anderem als Trainer in Meran sowie beim FC Südtirol. Seine Leistungen in den vergangenen Monaten hatten für Aufmerksamkeit gesorgt, da er trotz seiner langen Sperren wieder mit internationalen Spitzenzeiten aufzeigen konnte.

Sollte sich der aktuelle positive Befund bestätigen, drohen dem Italiener weitere sportrechtliche Konsequenzen. Medienberichten zufolge könnte auch ein strafrechtliches Verfahren geprüft werden. Bereits nach seinem ersten Dopingfall im Jahr 2012 war Schwazer in Italien zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

(VOL.AT)

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