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Doppelmayr macht 20 Prozent Umsatz mit städtischen Seilbahnen

Stadtseilbahnen boomen weltweit – im Ländle kaum gefragt
Stadtseilbahnen boomen weltweit – im Ländle kaum gefragt ©APA/DALL.E
Der Vorarlberger Seilbahnhersteller Doppelmayr übergab im vergangenen Jahr weltweit 84 neue Anlagen an seine Kunden, darunter 44 alpine Bahnen.

Während urbane Seilbahnsysteme in anderen Regionen boomen, sieht das Unternehmen für Vorarlberg aufgrund der guten Verkehrserschließung wenig Potenzial für städtische Seilbahnlösungen, so der ORF.

Weltweite Erfolge bei Doppelmayr

Das Wolfurter Traditionsunternehmen konnte das hohe Vorjahresniveau mit 84 übergebenen Neuanlagen nahezu halten. Europa führte dabei mit 55 neuen Installationen, gefolgt von Nordamerika mit 17 Anlagen.

Asien, Ozeanien und Südamerika rundeten die globale Bilanz ab. Neben den klassischen Bergbahnen gewinnen urbane Seilbahnsysteme an Bedeutung für die Mobilität in dicht besiedelten Gebieten.

Reinhard Fitz, Mobilitätsexperte bei Doppelmayr, betont den minimalen Flächenverbrauch und die Fähigkeit, Hindernisse problemlos zu überwinden als zentrale Vorteile.

Vorarlberg setzt weiter auf bewährte Systeme

Für die heimische Region sieht Fitz jedoch keine optimalen Voraussetzungen für städtische Seilbahnen. Die Ballungszentren im Rheintal und Walgau verfügen bereits über eine ausgezeichnete Verkehrsanbindung ohne größere Hindernisse.

Punkt-zu-Punkt-Verbindungen seien aufgrund der Flächenverteilung nicht die erste Wahl. Auch schienengebundene Cable-Liner-Systeme würden ähnlich wie Straßenbahnen zusätzliche Infrastruktur und Flächenverbrauch bedeuten.

Herausragende Projekte des Jahres

Zu den besonderen Installationen zählt die Câble C1 im Großraum Paris, Europas längste urbane Seilbahn mit 4,5 Kilometern Länge und fünf Stationen. Die Linie transportiert täglich über 11.000 Fahrgäste und halbiert die ursprüngliche Reisezeit auf 18 Minuten.

In der Schweiz nahm zudem die weltweit erste TRI-Line in Hoch-Ybrig ihren Betrieb auf, die mit nur zwei Stützen auf 1,7 Kilometern Strecke bis zu 1.400 Personen pro Stunde befördert, so der ORF.

Innovation und Nachhaltigkeit im Fokus

Weitere autonome Bahnsysteme entstanden in Ischgl und Sölden, während in Santiago de Chile eine neue Gondelbahn drei beliebte Ausflugsziele miteinander verbindet.

Mit 60 Prozent aller Installationen bleiben Seilbahnen für Skigebiete das Kerngeschäft von Doppelmayr, was auch der wirtschaftlichen Entwicklung in Vorarlberg entspricht.

(VOL.AT)

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