Dornbirn atmet auf: Feinstaub-Grenzwerte seit Jahren eingehalten
Nach mehr als 20 Jahren wird Dornbirn offiziell kein "Sanierungsgebiet Luft" mehr sein. Die entsprechende Verordnung aus dem Jahr 2005 wird mit 1. Juni 2026 aufgehoben, teilte die Vorarlberger Landesregierung am Dienstag mit.
Maßnahmen zeigen Wirkung
Die Regelung war damals eingeführt worden, nachdem im Stadtgebiet Dornbirns Überschreitungen beim Feinstaub-Grenzwert (PM10) festgestellt worden waren. Ziel war es, mit Maßnahmen nach dem Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L) die Luftqualität nachhaltig zu verbessern.
Laut Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) werden die Grenzwerte seit Jahren stabil eingehalten. Auch mit Blick auf strengere EU-Vorgaben ab 2030 seien keine Überschreitungen zu erwarten.
Tempo-Limits bleiben teilweise bestehen
Ein zentraler Bestandteil der Maßnahmen waren Geschwindigkeitsbeschränkungen in betroffenen Bereichen. Diese liegen mittlerweile vielfach bei 50 km/h oder darunter.
Auch wenn die Verordnung nun aufgehoben wird, bedeutet das nicht automatisch eine Rückkehr zu früheren Tempolimits – viele dieser Regelungen bleiben unabhängig davon bestehen.
Land sieht Bürokratieabbau
Für die Landesregierung ist die Aufhebung auch ein Schritt in Richtung Entlastung: Umwelt-Landesrat Christian Gantner (ÖVP) betonte, dass die Maßnahmen ihren Zweck erfüllt hätten.
Mit dem Ende des Sanierungsgebiets entfällt ein Teil der gesetzlichen Vorgaben – bei gleichzeitig stabiler Luftqualität.
(VOL.AT)