AA

Dornbirner Gewichtheberin bei internationalem Debüt gleich auf dem Podest

©Screenshot
Es war ein Auftritt mit Nervenflattern und einem starken Ende: Anna-Maria Jäger vom USC Dornbirn holte sich gleich bei ihrem ersten internationalen Wettkampf in Dänemark einen Podestplatz.

Bei den Internationalen "Ladies Open" im dänischen Slagelse sicherte sich die 33-Jährige mit 178 Kilogramm im Zweikampf den dritten Rang in der Gewichtsklasse +86 Kilo. Ein Achtungserfolg für die Vize-Staatsmeisterin von 2024/25.

Bei ihrem ersten internationalen Wettkampf direkt auf dem Podium: Anna-Maria Jäger (r.) vom USC Dornbirn. ©Patrick Kamerer

Ein Wettkampf der Extreme

Die Vorzeichen waren klar: Slagelse sollte für Jäger zur ersten Standortbestimmung des neuen Wettkampfjahres werden, mit dem großen Ziel, bei ihrem ersten internationalen Auftritt gleich einen Podestplatz zu erreichen. Doch beinahe hätte dieser Auftakt ein jähes Ende genommen. Beim Reißen – dem ersten Wettkampfteil – wollte anfangs nichts gelingen.

"Ich war sehr nervös. Beim Aufwärmen lief alles super, deswegen habe ich mich entschieden, mit 80 Kilo zu starten. So schwer habe ich noch nie einen Wettkampf eröffnet", schildert Jäger ihre Gedanken. Doch der Mut wurde nicht sofort belohnt: Erst im dritten Versuch gelang der entscheidende, gültige Versuch.

Jäger startete gleich mit 80 Kilogramm im Reißen in den Bewerb. ©Patrick Kamerer

Platz drei nach Zitterstart

Im Stoßen zeigte sich die USC Dornbirn-Athletin stabiler. Mit 98 Kilo im zweiten Wettkampfteil sammelte sie wertvolle Kilogramm für die Gesamtwertung. 178 Kilo im Zweikampf bedeuteten schließlich den dritten Platz.

Auch wenn das Ergebnis auf dem Papier nicht ihren Erwartungen entsprach, bleibt Jäger reflektiert: "Das Ergebnis selbst war nicht, was ich mir erwartet habe. Aber es war eine wichtige Erfahrung für mich, das erste Mal im Ausland zu starten."

Sie hat noch Kraft für mehr, sagte Jäger nach ihrem dritten Platz in Dänemark. ©Patrick Kamerer

Mentale Stärke als Schlüssel

Seit September 2021 betreibt Anna-Maria Jäger Gewichtheben, in dieser kurzen Zeit hat sie sich bereits in die nationale Spitze vorgearbeitet. Der Sprung aufs internationale Parkett zeigt nun, dass sie auch auf größerer Bühne bestehen kann. Ihre Analyse fällt klar aus: "Ich hätte Kraft für mehr, jetzt muss ich noch am Mindset arbeiten."

Ein Satz, der andeutet, dass ihr dritter Platz in Slagelse nicht das Ende, sondern erst der Anfang war. Die nächsten Standortbestimmungen für 2026 werden folgen, mit gestärkten Nerven und der festen Absicht, sich weiter nach vorne zu kämpfen.

(VOL.AT)

  • ADMIN AT
  • Sport
  • Dornbirner Gewichtheberin bei internationalem Debüt gleich auf dem Podest