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Drei Piloten auf British-Airways-Flug erkranken gleichzeitig

Ein Langstreckenflug von British Airways von Hyderabad nach London verlief trotz einer Erkrankung aller drei Piloten sicher. Das Bild zeigt ein Flugzeug der Airline (Symbolbild). ©APA/AFP/DAVID GRAY

Auf einem Langstreckenflug von Hyderabad nach London sind alle drei Piloten einer British-Airways-Maschine während des Fluges erkrankt. Einer der Piloten wurde laut Airline handlungsunfähig und musste mit Sauerstoff versorgt werden.

Ein Pilot wurde handlungsunfähig

Der Vorfall ereignete sich auf Flug BA276 von Hyderabad in Indien nach London-Heathrow. Während des rund zehneinhalbstündigen Fluges verschlechterte sich der Gesundheitszustand eines Cockpit-Crew-Mitglieds nach Angaben von British Airways so stark, dass der Pilot als handlungsunfähig galt und mit Sauerstoff versorgt werden musste.

Auch die beiden anderen Piloten klagten laut Airline über gesundheitliche Beschwerden. Sie konnten den Flug jedoch sicher fortsetzen und die Boeing 777-200ER in London landen.

Ermittlungen wegen möglicher Lebensmittelvergiftung

Nach der Landung wurden alle drei Piloten in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben von British Airways hatten die drei Piloten vor dem Rückflug gemeinsam im Crew-Hotel in Hyderabad gefrühstückt und Wasser aus Flaschen eines externen Anbieters getrunken.

Das Frühstück steht nun im Fokus der Untersuchungen. Die Piloten gaben Proben ab, um die Ursache ihrer Erkrankungen festzustellen.

Airline untersucht Vorfall

Die drei Piloten reichten offizielle Sicherheitsberichte (Air Safety Reports) ein. Solche Berichte dienen dazu, sicherheitsrelevante Vorfälle im Luftverkehr zu dokumentieren und auszuwerten.

British Airways erklärte, die Sicherheit der Passagiere sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Der Flug sei nach den geltenden Verfahren sicher nach London-Heathrow durchgeführt worden. Zudem kündigte die Airline an, sowohl die Erkrankungen als auch die Crew-Unterkünfte in Hyderabad zu untersuchen.

Gleichzeitige Erkrankung gilt als selten

Lebensmittelvergiftungen bei Flugbesatzungen kommen laut dem Ausgangsbericht zwar gelegentlich vor. Dass jedoch alle drei Piloten eines Langstreckenfluges gleichzeitig Symptome entwickeln, gilt als äußerst selten.

Aus diesem Grund achten viele Fluggesellschaften darauf, dass Kapitäne und Erste Offiziere unterschiedliche Mahlzeiten essen oder zeitversetzt speisen, um das Risiko einer gleichzeitigen Erkrankung der Cockpitbesatzung zu verringern.

(VOL.AT)

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