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Drohnen, Lander und Rover: Nasa enthüllt neue Pläne für Mondbasis

Künstlerische Darstellung einer Mondbasis nahe des Südpols des Mondes mit Astronauten, Fahrzeugen und Versorgungssystemen für langfristige bemannte Missionen.
Künstlerische Darstellung einer Mondbasis nahe des Südpols des Mondes mit Astronauten, Fahrzeugen und Versorgungssystemen für langfristige bemannte Missionen. ©NASA
Die Nasa richtet ihr Mondprogramm neu aus: Statt künftig vor allem auf die geplante Raumstation "Gateway" zu setzen, soll der Aufbau einer dauerhaften Basis direkt auf der Mondoberfläche Vorrang bekommen. Vorgestellt wurden die neuen Pläne bei einer Pressekonferenz in Washington.

Im Mittelpunkt steht der Südpol des Mondes. Dort sollen Wohnmodule, wissenschaftliche Labore, Energieanlagen und Fahrzeuge entstehen. Die US-Raumfahrtbehörde spricht erstmals offen von einer "dauerhaften menschlichen Anwesenheit" auf dem Mond. Menschen sollen dort langfristig leben und arbeiten.

Roboter bereiten den Aufbau vor

Zunächst sollen Robotermissionen die Infrastruktur vorbereiten. Geplant sind autonome Rover, Baustellenfahrzeuge und Systeme zur Energieversorgung. Später sollen Astronauten folgen und die Basis schrittweise erweitern.

©NASA

Nach Angaben der Nasa ist der Mond-Südpol besonders interessant, weil dort große Mengen Wassereis vermutet werden. Dieses könnte künftig zur Gewinnung von Trinkwasser, Sauerstoff und Raketentreibstoff genutzt werden. Langfristig gilt die Mondbasis auch als Vorbereitung für spätere Missionen zum Mars.

Mehrere Unternehmen beteiligt

Für den Aufbau der Infrastruktur setzt die Nasa auf private Raumfahrtunternehmen. SpaceX und Blue Origin gelten als wichtigste Kandidaten für bemannte Mondlander. Auch internationale Partner wie die europäische Raumfahrtagentur Esa, Japan, Kanada und Italien sollen weiterhin beteiligt bleiben.

Künstlerische Darstellung zukünftiger Einsätze an einer Mondbasis nahe des Südpols des Mondes. ©NASA
Ein Mondrover und eine Hopper-Drohne mit radioisotopen Heizsystemen zur Unterstützung von Missionen am Südpol des Mondes. ©NASA

Insgesamt sind laut Nasa-Unterlagen 81 Raketenstarts in drei Ausbauphasen vorgesehen. Zunächst sollen Material und Technik transportiert werden, später Wohnmodule, Labore und Versorgungssysteme.

Strategiewechsel im Artemis-Programm

Mit der neuen Ausrichtung verliert die bisher geplante Mond-Raumstation "Gateway" deutlich an Bedeutung. Das Projekt galt jahrelang als Herzstück des Artemis-Programms, wurde jedoch immer teurer und mehrfach verschoben. Nasa-Chef Jared Isaacman hatte bereits angekündigt, "Gateway" werde in seiner bisherigen Form pausiert. Hinter dem neuen Kurs steckt auch geopolitischer Druck.

China und Russland arbeiten gemeinsam an einer eigenen Mondstation und treiben ihre Programme für den Mond-Südpol voran. Die USA wollen beim neuen Wettlauf ins All ihre Führungsrolle sichern. Die erste neue bemannte Mondlandung des Artemis-Programms könnte aktuellen Berichten zufolge frühestens 2028 stattfinden. Danach soll der schrittweise Aufbau der Mondbasis beginnen.

(VOL.AT)

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