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Emirates-Flug endet im Chaos: Passagiere sitzen zehn Stunden im Flugzeug fest

©ABD0072_20260304 - FRANKFURT/M. - DEUTSCHLAND: 03.03.2026, Hessen, Frankfurt/M.: Ein Airbus A380 der Emirates-Airline ist im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen. Die Maschine ist als eine der ersten aus Dubai nach Deutschland gestartet, nachdem der Flugverkehr im Nahen Osten wegen des Iran-Kriegs nahezu zum Erliegen gekommen war. (zu dpa: ÇFraport: Mehrere FlŸge aus Konfliktregion kšnnten ankommenÈ) Foto: Florian Wiegand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++. - FOTO: APA/dpa/Florian Wiegand
Ein Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates. (Archivbild) ©APA/dpa/Florian Wiegand

Ein Emirates-Flug von Dubai nach Shanghai ist für 373 Passagiere zu einer stundenlangen Geduldsprobe geworden.

Nach einer wetterbedingten Umleitung nach Hangzhou verhinderten technische Probleme und ein Crew-Wechsel den Weiterflug. Zeitweise fiel auch die Klimaanlage aus.

Umleitung wegen schlechten Wetters

Der Emirates-Flug EK302 war am 22. Juli von Dubai nach Shanghai unterwegs. Wegen schlechten Wetters am Zielflughafen wurde der Airbus A380 jedoch ins rund 150 Kilometer entfernte Hangzhou umgeleitet. Nach rund neun Stunden Flugzeit landete die Maschine dort gegen 21 Uhr Ortszeit.

Ursprünglich war lediglich ein kurzer Zwischenstopp vorgesehen. Anschließend sollte der Flug nach Shanghai fortgesetzt werden.

Technischer Defekt und fehlende Ersatzcrew

Dazu kam es jedoch nicht. Laut dem Luftfahrtportal Aerotelegraph hatte die ursprüngliche Cockpit- und Kabinenbesatzung ihre gesetzlich zulässige Dienstzeit erreicht und musste ersetzt werden. Da Emirates den Flughafen Hangzhou regulär nur mit Airbus-A350-Flügen ansteuert, stand vor Ort keine für den Airbus A380 qualifizierte Ersatzcrew zur Verfügung. Diese musste zunächst aus Shanghai eingeflogen werden.

Zusätzlich wurde an der Maschine ein technischer Defekt festgestellt. Der geplante Weiterflug wurde deshalb mehrfach verschoben – zunächst auf Mitternacht, später auf 3 Uhr und schließlich auf 4:30 Uhr. Letztlich wurde der Flug komplett gestrichen.

Klimaanlage fällt aus

Während der Wartezeit versorgte die Kabinenbesatzung die Passagiere nach Angaben von Hangzhou News mit Getränken, Instantnudeln und Snacks, die in der Nacht an Bord gebracht wurden.

Im weiteren Verlauf fiel laut Berichten von Reisenden auch die Klimaanlage aus. Die Temperaturen in der Kabine stiegen an, die Luft wurde zunehmend stickig. Nach Angaben von Passagieren kollabierte dabei eine Person.

Erst gegen 7:30 Uhr Ortszeit durften die ersten Fluggäste das Flugzeug verlassen. Bis alle ausgestiegen waren, vergingen laut Berichten weitere rund eineinhalb Stunden. Für einige Reisende dauerte der Aufenthalt an Bord damit insgesamt fast 24 Stunden.

Emirates bestätigt den Vorfall

Gegenüber Aerotelegraph bestätigte Emirates die wetterbedingte Umleitung sowie die technischen Probleme. Nach dem Verlassen des Flugzeugs seien die Passagiere je nach Wunsch mit Verpflegung, Hotelunterkünften oder Shuttlebussen nach Shanghai versorgt worden.

Die Fluggesellschaft entschuldigte sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten und bedankte sich für das Verständnis der betroffenen Reisenden. Der betroffene Airbus A380 konnte Hangzhou erst am Abend des 24. Juli wieder verlassen.

(VOL.AT)

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