Engpässe bei Abfangraketen: Trump sieht USA "nicht da, wo wir sein wollen"
Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran dauert erst wenige Tage, doch er bindet bereits erhebliche militärische Ressourcen. Während iranische Drohnen und Raketen auf Israel und US-Stützpunkte in der Golfregion zielen, setzen die Vereinigten Staaten verstärkt Abfangraketen ein, um die Angriffe abzuwehren.
Trump: "Nicht da sind, wo wir sein wollen"
Nach Informationen von "CNN" soll der US-Generalstabschef Dan Caine Präsident Donald Trump gewarnt haben, ein Krieg gegen den Iran habe erhebliche Auswirkungen auf die amerikanischen Waffenbestände. Der Nachschub könne zu einem Problem werden.
Trump äußerte sich dazu auf seiner Plattform "Truth Social". Dort schrieb er, die USA hätten "bei Hochleistungswaffen einen guten Nachschub, aber nicht da sind, wo wir sein wollen."
Produktion hinkt hinterher
Bereits zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio auf strukturelle Engpässe hingewiesen. Er erklärte, der Iran produziere 100 Raketen pro Monat. "Vergleichen Sie das mit sechs oder sieben Abfangraketen, die pro Monat produziert werden können", so Rubio. Der Fokus der USA liege daher darauf, möglichst viele iranische Abschusseinrichtungen und Produktionsstätten zu zerstören, um die Bedrohung nachhaltig zu verringern.
Anfrage an die Ukraine
Unterstützung könnte nun ausgerechnet aus der Ukraine kommen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Partner seines Landes hätten Kiew um Hilfe bei der Abwehr iranischer Shahed-Drohnen gebeten. Auch die USA hätten angefragt.
Selenskyj hatte zuvor angedeutet, die Ukraine könne ihr Fachwissen mit Ländern des Nahen Ostens teilen. Voraussetzung sei allerdings, dass diese Staaten im Gegenzug dazu beitragen, Russland zu einer Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine zu bewegen. Der Konflikt im Nahen Osten weitet sich damit auch politisch aus. Wie lange die militärischen Kapazitäten der USA ausreichen, bleibt offen.
(VOL.AT)