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Erstmals übernimmt ein Einsatzpilot das Steuer des neuen US-Superbombers

US Air Force testet B-21 erstmals mit Einsatzpilot.
US Air Force testet B-21 erstmals mit Einsatzpilot. ©Wikimedia/Secretary of the Air Force Public Affairs
Erstmals hat ein regulärer Einsatzpilot der US Air Force den neuen Langstreckenbomber B-21 Raider geflogen. Die US-Luftwaffe sieht darin einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Einsatzreife des modernsten US-Bombers.

Operativer Pilot erstmals im Cockpit

Bei einem jüngsten Testflug eines B-21-Prototyps saß erstmals ein Pilot aus dem regulären Flugbetrieb der US Air Force am Steuer des neuen Bombers. Auf dem zweiten Sitz befand sich ein Testpilot der Luftwaffe. Nach Angaben der US Air Force wurde damit erstmals bereits in einer frühen Phase des Programms operatives Testpersonal direkt in die Flugerprobung eingebunden.

Die B-21 gilt als Nachfolger der B-2 Spirit. ©USAF

"In der Geschichte moderner Tests haben wir das noch nie so früh in einem Programm gemacht", erklärte Oberst Matt Guasco, Kommandeur des Detachments 5 beim Air Force Operational Test and Evaluation Center (AFOTEC).

Auch Lieutenant Colonel Matthew Gray, Kommandeur der 420th Flight Test Squadron und Direktor der Raider Combined Test Force, betonte die Bedeutung des Schritts. Durch die frühe Einbindung von Einsatzpersonal könne nun bewertet werden, wie sich die B-21 unter realistischen Einsatzbedingungen bewähre und nicht nur hinsichtlich ihrer Flugeigenschaften.

Wann der Testflug genau stattfand, wurde nicht bekannt gegeben. Die entsprechende Mitteilung der US Air Force wurde am 11. Juni veröffentlicht.

Kombination aus Entwicklungs- und Einsatztests

Nach Angaben der US-Luftwaffe werden bei der B-21 Entwicklungs- und Einsatzerprobung enger miteinander verzahnt als bei früheren Flugzeugprogrammen. Während Entwicklungsflüge üblicherweise technische Anforderungen und die Flugsicherheit überprüfen, dient die spätere Einsatzerprobung der Bewertung von Wirksamkeit, Eignung und Überlebensfähigkeit im militärischen Einsatz.

Durch die frühere Einbindung operativer Piloten soll die Zeit bis zur Einsatzreife verkürzt und die Bewertung des Flugzeugs praxisnäher gestaltet werden.

Flugtests in Kalifornien

Seit dem vergangenen Sommer absolvieren zwei B-21-Prototypen Flugerprobungen auf der Edwards Air Force Base im US-Bundesstaat Kalifornien. Mit dem zweiten Testflugzeug wurden laut US Air Force weitere Missions- und Waffensysteme in das Testprogramm integriert.

Die B-21 Raider wird von Northrop Grumman entwickelt und soll langfristig die strategischen Bomber B-1B Lancer und B-2 Spirit ersetzen. Die deutlich ältere B-52 Stratofortress soll hingegen weiterhin im Dienst bleiben.

Neuer Ansatz bei Großprojekten

General Dale White, verantwortlich für mehrere zentrale Rüstungsprogramme des US-Verteidigungsministeriums, bezeichnete die engere Verzahnung von Entwicklungs- und Einsatztests als schnelleren und effizienteren Ansatz bei der Einführung neuer Waffensysteme.

Nach seinen Angaben soll dieser Prozess dazu beitragen, moderne militärische Fähigkeiten früher für die Streitkräfte verfügbar zu machen.

Die B-21 Raider ist als Tarnkappenbomber in Nurflügelbauweise ausgelegt und gilt als eines der wichtigsten Luftfahrtprojekte der US Air Force.

(VOL.AT/defence-blog)

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