EU greift durch: Diesen Autos droht das Aus
EU will Schlupfloch schließen
Die EU-Kommission plant strengere Regeln für besonders große Fahrzeuge wie Pick-ups aus den USA. Hintergrund ist eine bisher genutzte Ausnahme: Über sogenannte Einzelgenehmigungen konnten Fahrzeuge zugelassen werden, die eigentlich nicht den europäischen Standards entsprechen.
Damit soll ab 2027 Schluss sein. Ziel ist es, Sicherheitsvorgaben konsequenter durchzusetzen und Importlücken zu schließen.
Kritik: Gefahr für Kinder im Straßenverkehr
Verkehrs- und Umweltorganisationen drängen laut t-online auf strengere Vorschriften. Sie argumentieren, dass große Fahrzeuge mit hohen Fronten ein erhöhtes Risiko darstellen – insbesondere für Kinder.
Durch die Bauweise können kleinere Personen direkt vor dem Fahrzeug schwerer erkannt werden. Bei Unfällen sei zudem die Wucht durch Gewicht und Bauhöhe deutlich größer.
Auch der TÜV-Verband warnt: Während Insassen großer Fahrzeuge besser geschützt sind, steigt für andere Verkehrsteilnehmer das Risiko schwerer Verletzungen.
Streit mit den USA
Der Vorstoß sorgt international für Spannungen. Vertreter der US-Autoindustrie kritisieren, die EU unterlaufe damit das Handelsabkommen von 2025.
Zwar bleiben Zölle unangetastet, doch strengere technische Vorgaben könnten laut Kritikern den Import faktisch erschweren.
Nur kleiner Markt betroffen
Die Auswirkungen betreffen vor allem eine Nische: Rund 7.000 Fahrzeuge dieser Art wurden im Jahr 2024 per Einzelgenehmigung in Europa zugelassen.
Sollten diese Ausnahmen wegfallen, könnte dieses Geschäftsmodell für Importeure weitgehend verschwinden.
(VOL.AT)