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Ex-Bankberater soll Kunden um zwölf Millionen Euro gebracht haben

Jahrelang unbemerkt: Ex-Bankmitarbeiter soll Millionen veruntreut haben. (Symbolbild)
Jahrelang unbemerkt: Ex-Bankmitarbeiter soll Millionen veruntreut haben. (Symbolbild) ©CANVA
Ein ehemaliger Kundenbetreuer der Volksbank Villach soll über Jahre hinweg Kundengelder veruntreut und unerlaubte Wertpapiergeschäfte durchgeführt haben.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt. Der mutmaßliche Schaden liegt laut Ermittlern bei rund zwölf Millionen Euro.

Ermittlungen wegen mutmaßlicher Veruntreuung

Ein früherer Kundenbetreuer der Volksbank Villach steht im Verdacht, über einen langen Zeitraum Kundengelder veruntreut zu haben. Nach Angaben der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) sollen die mutmaßlichen Taten bereits im Jahr 2006 begonnen haben. Aufgedeckt worden sei der Fall erst 2023. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Laut den Ermittlungen soll der ehemalige Mitarbeiter ohne Zustimmung von Kunden Wertpapiergeschäfte durchgeführt und Gelder von Kundenkonten abgezogen haben. Der Beschuldigte weist die Vorwürfe zurück.

Schaden von rund zwölf Millionen Euro

Nach aktuellem Ermittlungsstand beläuft sich der entstandene Schaden auf rund zwölf Millionen Euro. Insgesamt sollen 35 Kunden betroffen sein. Mehrere von ihnen fordern inzwischen Schadenersatz.

Wie der "Standard" berichtet, ist die Volksbank Kärnten derzeit mit mehreren Schadenersatzverfahren konfrontiert. In einem Fall sprach das Landesgericht Klagenfurt einer Kundin mehr als 1,1 Millionen Euro zu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Kundin bemerkte fehlendes Vermögen

Im konkreten Fall hatte die Frau laut Bericht rund 1,1 Millionen Euro auf mehrere Sparbücher eingezahlt. Ihr damaliger Betreuer soll ihr eine Veranlagung in Wertpapieren empfohlen haben. Als die Kundin später durch Medienberichte auf erste Verdachtsfälle aufmerksam wurde, überprüfte sie ihre Konten. Von den ursprünglich veranlagten 1,1 Millionen Euro seien lediglich noch 22,24 Euro vorhanden gewesen.

Den Ermittlungen zufolge soll der frühere Bankmitarbeiter die Gelder selbst behoben haben.

Bank prüft rechtliche Schritte

Die Volksbank Kärnten erklärte laut Bericht, sämtliche rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen. Das Geldinstitut habe sich dem Strafverfahren als Privatbeteiligte angeschlossen. Zugleich verweist die Bank darauf, bereits Maßnahmen zur Stärkung ihrer Kontrollsysteme gesetzt zu haben.

Mehrere betroffene Kunden haben mittlerweile Klagen gegen die Bank eingebracht. Die Ermittlungen der WKStA dauern an.

(VOL.AT)

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