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Ferienstart mit Aufpreis: Swiss führt neue Gebühr ein

Viele Passagiere müssen seit Ende Juni für eine bisher kostenlose Änderung bezahlen. ©AFP

Pünktlich zur Ferienzeit müssen viele Swiss-Passagiere tiefer in die Tasche greifen. Seit Ende Juni verlangt die Airline für eine bislang kostenlose Leistung auf Langstrecken in vielen Fällen einen Aufpreis.

Wer auf Langstreckenflügen der Swiss seinen automatisch zugewiesenen Sitzplatz beim Check-in ändern möchte, muss dafür künftig in vielen Fällen bezahlen. Die neue Regelung gilt seit Ende Juni und betrifft mehrere Economy-Tarife. Ausgenommen sind unter anderem Vielflieger mit Status, Flex-Tarife sowie Familien.

Sitzplatzwechsel kostet künftig extra

Die Swiss hat gemeinsam mit ihrer Muttergesellschaft Lufthansa eine neue Zusatzgebühr eingeführt. Seit dem 30. Juni können Passagiere auf Langstreckenflügen ihren automatisch zugewiesenen Sitzplatz während des Check-ins nicht mehr kostenlos wechseln – selbst dann nicht, wenn sich der neue Platz in derselben Sitzplatzkategorie befindet.

Die Änderung betrifft neben der Swiss auch Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Discover Airlines. Zunächst hatte das Branchenportal "Aerotelegraph" über die Neuerung berichtet.

Bisher galt eine vergleichbare Regelung lediglich auf Kurz- und Mittelstrecken sowie für einzelne günstigere Tarife. Nun wurde sie auf weitere Langstrecken-Tarife ausgeweitet.

Diese Tarife sind betroffen

Die Zusatzgebühr fällt unter anderem bei folgenden Tarifen an:

  • Economy Comfort
  • Economy Comfort Plus
  • Economy Green Premium
  • Economy Comfort Premium
  • Economy Comfort Plus Premium
  • Economy Green

Wie hoch die Gebühr ausfällt, lässt sich laut Swiss nicht pauschal beantworten. Unternehmenssprecher Michael Pelzer erklärte gegenüber "20 Minuten.ch", dass sich der Preis nach verschiedenen Faktoren richte – darunter Strecke, Abflugort und Zeitpunkt der Buchung. Zur Orientierung: Für die Reservierung eines Standardsitzes in der Economy Class verlangt die Airline je nach Flugzone bereits heute bis zu 52 Schweizer Franken.

Wer weiterhin kostenlos wechseln kann

Nicht alle Reisenden sind von der neuen Regelung betroffen. Kostenfrei bleibt der Sitzplatzwechsel beim Check-in für Passagiere mit folgenden Tarifen:

  • Economy Comfort Flex
  • Economy Flex
  • Premium Economy Comfort Flex
  • Premium Economy Flex

Auch Vielflieger mit HON- oder Senator-Status können ihren Sitzplatz weiterhin kostenlos innerhalb derselben Kategorie ändern. Gleiches gilt für Reisende, die bereits vor dem Check-in einen Sitzplatz reserviert haben.

Familien mit Kindern sowie Gruppen sollen laut Swiss nach Möglichkeit automatisch nebeneinander platziert werden.

Sparkurs trotz hoher Gewinne

Die neue Gebühr reiht sich in eine Serie von Spar- und Einnahmemaßnahmen der Airline ein. Obwohl die Swiss zuletzt hohe Gewinne erwirtschaftete, verfolgt sie auf Anweisung der Lufthansa einen strikten Sparkurs. Dazu zählen unter anderem ein Einstellungsstopp sowie finanzielle Anreize für freiwillige Kündigungen.

Bereits vor zwei Jahren hatte die Fluggesellschaft die Gebühren für die Sitzplatzreservierung deutlich erhöht. Im Frühjahr führte sie zudem mit "Economy Basic" einen günstigeren Tarif ohne klassisches Handgepäck und mit geänderten Stornobedingungen ein. Nach Kritik wurden Teile dieser Regelung auf zahlreichen Strecken jedoch wieder zurückgenommen.

(VOL.AT)

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