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Fieber, Durchfall, Bindehautentzündung: Neue Infektionswelle trifft viele

Das Adenovirus breitet sich aus: Es löst grippeähnliche und Magen-Darm-Symptome aus – und überlebt auf Oberflächen länger als viele andere Viren. (Symbolbild)
Das Adenovirus breitet sich aus: Es löst grippeähnliche und Magen-Darm-Symptome aus – und überlebt auf Oberflächen länger als viele andere Viren. (Symbolbild) ©CANVA
Ein heimtückischer Virus sorgt derzeit für zahlreiche Krankheitsfälle: Das widerstandsfähige Adenovirus breitet sich rasant aus – mit Symptomen, die über klassische Erkältungen hinausgehen. Besonders in Gemeinschaftseinrichtungen häufen sich die Fälle.

In Großbritannien wird derzeit eine zunehmende Verbreitung des Adenovirus beobachtet. Der Erreger gilt als besonders robust und kann verschiedene Symptome auslösen – von Erkältungen bis hin zu Magen-Darm-Erkrankungen. Auch in Gemeinschaftseinrichtungen kommt es vermehrt zu Ausbrüchen.

Vielfältige Symptome möglich

Adenoviren sind weltweit verbreitet und betreffen Menschen aller Altersgruppen. Die Infektionen verlaufen in den meisten Fällen mild. Typisch sind grippeähnliche Beschwerden, Fieber, Halsschmerzen oder Bindehautentzündungen. In manchen Fällen treten auch gastrointestinale Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auf.

Besonders gefährdet sind Personen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen der Atemwege und des Herzens. Auch Kinder und ältere Menschen zählen zur Risikogruppe.

Übertragung über mehrere Wege

Die Übertragung erfolgt vor allem über Tröpfcheninfektion – etwa beim Husten oder Niesen. Auch über direkten Kontakt, etwa Händeschütteln, sowie über kontaminierte Oberflächen kann das Virus weitergegeben werden. Zudem kann es über den Stuhl ausgeschieden werden und auf Oberflächen über längere Zeit infektiös bleiben.

Hohe Umweltresistenz

Ein auffälliges Merkmal des Adenovirus ist seine Widerstandsfähigkeit: Herkömmliche Reinigungsmittel und Seifen wirken nur eingeschränkt. Diese Eigenschaft trägt dazu bei, dass es in Einrichtungen wie Kindertagesstätten oder Kasernen häufiger zu Ausbrüchen kommt.

Keine spezifische Behandlung

Derzeit steht keine gezielte antivirale Therapie gegen Adenoviren zur Verfügung. Die Behandlung erfolgt symptomatisch. Im Unterschied zu einer gewöhnlichen Erkältung können die Symptome über mehrere Wochen andauern.

Hygienemaßnahmen empfohlen

Auch wenn die Infektionszahlen in Großbritannien zuletzt rückläufig sind, raten Gesundheitsexperten weiterhin zu grundlegenden Hygienemaßnahmen: regelmäßiges Händewaschen, Vermeidung engen Kontakts mit Erkrankten sowie das Einhalten allgemeiner Vorsichtsmaßnahmen – insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen.

(VOL.AT)

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