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Florida friert und gefrorene Leguane fallen von den Bäumen

©HOLLYWOOD, FLORIDA - FEBRUARY 02: Blake Wilkins, a Redline Iguana Removal trapper, loads cold-stunned as well as dead green iguanas into his pickup after collecting them from a property during a cold spell on February 02, 2026, in Hollywood, Florida. South Florida has seen back-to-back nights of overnight temperatures in the mid-thirties. The cold-blooded invasive species fall from trees when temperatures drop too low. Blake Wilkins said in the last two days, they have collected about 2500 iguanas, and he has never seen anything like it in his years of trapping. Joe Raedle/Getty Images/AFP (Photo by JOE RAEDLE / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)
Kälteeinbruch im Sunshine State: In Florida sorgen die tiefsten Temperaturen seit 35 Jahren für ein ungewöhnliches Bild. Grüne Leguane, eigentlich an tropische Wärme gewöhnt, verlieren bei der Kälte ihre Beweglichkeit – und fallen von den Bäumen.

Der "Sunshine State" macht seinem Namen derzeit keine Ehre. Eine Kältewelle mit Polarluft aus Kanada hat Florida fest im Griff. In Städten wie Tampa und St. Petersburg wurden die niedrigsten Temperaturen seit 1989 gemessen. Die Folgen sind spektakulär – und für viele Tiere lebensbedrohlich.

Wenn die Kälte den Körper lahmlegt

Besonders betroffen sind die Grünen Leguane. Die Reptilien fühlen sich normalerweise bei Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad Celsius wohl. Sinkt das Thermometer – vor allem nachts – auf Werte knapp über dem Gefrierpunkt, geraten ihre Körperfunktionen ins Stocken.

Als wechselwarme Tiere können Leguane ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren. Die Muskeln versteifen, die Tiere werden bewegungsunfähig. Wer dann hoch oben in den Bäumen sitzt, verliert den Halt. Das Ergebnis: scheinbar leblose Leguane, die auf Gehwege, Straßen oder in Gärten stürzen.

"Sie sahen tot aus"

Wie drastisch die Lage ist, schildert ein norwegischer Auswanderer gegenüber der Zeitung "VG": "Wir waren heute im botanischen Garten unterwegs. Dann sahen wir wahrscheinlich zehn Leguane, die von den großen Bäumen auf die Straße gefallen waren. Sie sahen tot aus", erzählte er der norwegischen Zeitung. Tierschützer berichten von Hunderten eingesammelten Tieren.

Nicht tot, sondern kältegeschockt

Doch nicht jeder reglose Leguan ist tatsächlich verendet. Fachleute sprechen häufig von "cold stunned" – kältegeschockt. Mit einfachen Maßnahmen wie vorsichtigem Erwärmen können sich viele Tiere wieder erholen, sobald die Temperaturen steigen.

Invasiv, aber nicht gefährdet

Die Grünen Leguane gelten in Florida als invasive Art. Sie kamen in den 1960er-Jahren über den Tierhandel in den US-Bundesstaat und haben sich seither stark verbreitet. Ursprünglich stammen sie aus Mittel- und Südamerika – an Kälte sind sie nicht angepasst.

Trotz der aktuellen Bilder sehen Experten keine dauerhafte Bedrohung für die Population. "Extreme Kälteperioden wie 2010 oder jetzt haben meist nur vorübergehende Effekte", berichtet "National Geographic". Langzeitbeobachtungen zeigen: Die meisten Leguane überleben – und kehren zurück, sobald die Sonne Florida wieder aufwärmt.

(Red.)

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