Flug-Chaos auch in Phuket: "Hier geht nichts mehr!"
Nach der Luftraum-Sperrung im Nahen Osten spitzt sich die Lage nun auch in Thailand zu. Am internationalen Flughafen von Phuket sind am 1. März insgesamt 25 Flüge von Streichungen oder Änderungen betroffen. Zahlreiche Reisende sitzen fest – viele berichten von chaotischen Zuständen.
Wie der Flughafen Phuket mitteilte, sind fünf Fluggesellschaften betroffen: Air Arabia, Emirates, Etihad Airways, Qatar Airways und Unicair. Grund sind Annullierungen und Flugplanänderungen im Zusammenhang mit den Kämpfen im Nahen Osten sowie der Umgehung des gesperrten Luftraums.
"Hier geht nichts mehr"
In sozialen Netzwerken schildern Betroffene die Situation vor Ort. Ein Mann berichtet in einem Video: "Hier ist Ausnahmezustand. Nicht mit Bomben oder sowas – aber hier geht nichts mehr."
Seinen Angaben zufolge seien "alle Emirates-Flüge bis auf Weiteres storniert". Wie lange das dauern werde, könne niemand sagen. "Jetzt hängen wir alle hier am Airport fest, Hotel kriegt man auch keins, alles ausgebucht. Ich weiß nicht, wie viele Tausende Leute hier sind." Für die kommenden drei Tage seien keine Flüge angekündigt worden. "Wir kriegen hier auch keine Infos", so seine Kritik.
Eine offizielle Bestätigung für einen kompletten dreitägigen Flugstopp liegt allerdings nicht vor.
Flughafen verstärkt Unterstützung
Die Flughafenbehörden in Phuket teilten mit, man habe die Unterstützungsmaßnahmen für Passagiere intensiviert. Trinkwasser werde bereitgestellt, ein Koordinationszentrum für Touristen eingerichtet und zusätzliche Wartebereiche im internationalen Terminal geöffnet. Personal sei im Einsatz, um Informationen zu geben sowie bei Umbuchungen und Weiterreiseplänen zu helfen.
Auch am Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok kam es zuvor zu Dutzenden Flugstreichungen, nachdem mehrere Airlines aus dem Nahen Osten und Israel ihre Verbindungen ausgesetzt oder angepasst hatten. Viele Europa-Flüge werden derzeit umgeleitet, um Konfliktgebiete zu meiden – die Reisezeit verlängert sich dadurch um ein bis zwei Stunden.
Thai Airways International erklärte, der eigene Betrieb laufe grundsätzlich planmäßig, europäische Routen würden jedoch angepasst, um Risikogebiete zu umgehen.
Drehkreuz Dubai als Nadelöhr
Besonders hart trifft es Reisende mit Umstieg in Dubai. Das Emirat ist eines der wichtigsten globalen Drehkreuze zwischen Europa und Asien. Fällt dieses Nadelöhr wegen Luftraumsperren aus, geraten ganze Reiseketten ins Wanken – auch Tausende Kilometer entfernt.
Flughäfen und Airlines betonen, die Lage werde laufend beobachtet. Passagiere mit Zielen im Nahen Osten oder mit Transit in der Region sollen vor Anreise zum Flughafen unbedingt den aktuellen Flugstatus direkt bei ihrer Airline prüfen.
Für viele Urlauberinnen und Urlauber in Phuket heißt es dennoch vorerst: warten – in der Hoffnung, dass sich die Lage im internationalen Luftverkehr bald entspannt.
(Red.)