FPÖ tobt nach Nackt-Performance von Holzinger bei der Biennale
Die virale Performance von Florentina Holzinger bei der Biennale in Venedig sorgt nun auch innenpolitisch für heftige Reaktionen. Besonders die FPÖ übt scharfe Kritik am österreichischen Beitrag.
Im Fokus steht dabei nicht nur die künstlerische Darstellung selbst, sondern auch die Finanzierung des Projekts.
Scharfe Kritik an 600.000-Euro-Projekt
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz bezeichnete den Biennale-Beitrag laut Aussendung als „schamlosen Beweis für die Dekadenz“ und kritisierte die Verwendung von rund 600.000 Euro an Steuergeld.
Er warf der Bundesregierung vor, in Zeiten von Teuerung und Budgetdruck falsche Prioritäten zu setzen.
Kritik auch an Reise von Babler
Zusätzlich kritisierte Schnedlitz die Reise von Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler nach Venedig zur Eröffnung des österreichischen Pavillons.
Diese sei angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage unangebracht. Auch Bablers öffentlich dokumentierter Auftritt mit der Künstlerin wurde politisch thematisiert.
Regierung verteidigt künstlerische Freiheit
Bereits bei der Eröffnung hatte Babler die Bedeutung künstlerischer Freiheit betont. Kunst müsse auch dann geschützt werden, wenn sie „unbequem“ sei.
Holzingers Arbeiten seien laut Minister bewusst herausfordernd und sollten zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung anregen.
Performance bleibt im Zentrum der Debatte
Auslöser der politischen Diskussion ist ein Video, das seit dem 6. Mai 2026 viral verbreitet wird. Es zeigt Holzinger nackt in einer großen Glocke, in der sie sich wie ein menschlicher Klöppel bewegt.
Die Szene ist Teil des Biennale-Projekts „Seaworld Venice“, das sich mit globalen Krisen und gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzt.
Große Aufmerksamkeit für Österreich
Ungeachtet der politischen Kritik hat der österreichische Beitrag zur Biennale heuer außergewöhnlich viel internationale Aufmerksamkeit erhalten und ist in den Sozialen Netzwerken viral gegangen.
(VIENNA.AT)