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25 Millionen Dollar für drei Inseln – Dänemarks Deal mit den USA von 1917

Dänemark verkaufte die Inseln 1917 an die USA.
Dänemark verkaufte die Inseln 1917 an die USA. ©Sunil Pereira/Lizenz CC BY SA 3.0
Schon vor über 100 Jahren verkaufte Dänemark Inseln an die USA – für Millionen Dollar. Der historische Deal sorgt heute wieder für Aufsehen. Welche Inseln betroffen waren – und warum Grönland nicht vergleichbar ist.

Strategischer Deal: Dänemark verkaufte Inseln an die USA

Am 1. April 1917 gingen die Karibikinseln Saint Thomas, Saint John und Saint Croix offiziell in den Besitz der USA über. Dänemark erhielt im Gegenzug 25 Millionen Dollar. Der historische Deal, der heute erneut in den Fokus rückt, hatte vor allem geopolitische Gründe.

Dänisch-Westindien verlor an Wert – und wurde politisch heikel

Die Kolonie Dänisch-Westindien war Anfang des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich geschwächt. Naturkatastrophen, rückläufige Zuckerproduktion und soziale Unruhen machten das Gebiet zu einer Belastung für das dänische Königreich. Zudem wuchs das Interesse des Deutschen Reichs an den Inseln – was wiederum die USA alarmierte.

Geheime Verhandlungen, erste Volksabstimmung

Bereits 1902 gab es erste Verhandlungen zwischen Dänemark und den USA, ein damaliger Deal scheiterte aber am dänischen Oberhaus. Erst während des Ersten Weltkriegs wurde der Druck groß genug: Ein Generalstreik auf den Inseln zwang Dänemark 1915 zum militärischen Eingreifen. Im Hintergrund verhandelten die USA unter Präsident Woodrow Wilson erneut – diesmal erfolgreich.

Am 14. Dezember 1916 stimmte die dänische Bevölkerung in einem historischen Referendum für den Verkauf. Der Vollzug erfolgte am 1. April 1917.

Bis heute sichtbare Spuren

Obwohl heute US-Territorium, haben die Amerikanischen Jungferninseln bis heute dänische Spuren behalten: Bis 1934 galt dort die dänische Währung, bis heute herrscht Linksverkehr – trotz amerikanischer Autos.

Zur Inselgruppe gehört auch die berüchtigte Privatinsel Little Saint James, die durch den US-Finanzier Jeffrey Epstein traurige Bekanntheit erlangte. Sie liegt südlich von Saint Thomas und war jahrzehntelang in seinem Besitz. Die Insel war Gegenstand zahlreicher Ermittlungen im Zusammenhang mit schwerwiegenden Missbrauchsvorwürfen.

Warum Grönland anders ist

Der historische Verkauf wird aktuell wieder diskutiert – auch, weil Präsident Donald Trump 2019 den Kauf Grönlands ins Spiel brachte. Doch Dänemark stellt klar: Grönland ist integraler Bestandteil des Königreichs und nicht verhandelbar. Ein Verkauf wie 1917 ist ausgeschlossen.

(VOL.AT)

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