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Gaspreise bleiben hoch: Angriff auf Katar sorgt für langfristigen Engpass

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Nach Angriffen auf Flüssiggasanlagen in Katar droht ein langfristiger Engpass. Ein Energieexperte warnt: Auch nach einem möglichen Kriegsende könnten Gaspreise über Jahre deutlich höher bleiben.

Die Auswirkungen des Nahost-Konflikts könnten Europas Energiemärkte noch jahrelang beschäftigen. Laut Energieexperte Johannes Benigni ist mit dauerhaft erhöhten Gaspreisen zu rechnen – selbst wenn die Kampfhandlungen enden.

Der Grund: beschädigte Flüssiggasanlagen im wichtigen Exportland Katar.

20 Prozent weniger Gas für Jahre

Benigni erklärte im Ö1-"Morgenjournal", dass durch den iranischen Angriff auf Anlagen in Katar ein erheblicher Teil der Kapazitäten ausfallen dürfte. Konkret könnten "ungefähr 17 bis 20 Prozent des Gases aus dem Land für die nächsten drei bis fünf Jahre fehlen".

Das habe direkte Folgen für den globalen Markt. Die fehlenden Mengen könnten kurzfristig nicht ersetzt werden – entsprechend bleibe das Angebot knapp.

Enttäuschte Erwartungen am Markt

Ein zusätzlicher Preistreiber ist laut dem Experten die Erwartungshaltung der Märkte. Vor dem Krieg seien neue Flüssiggas-Kapazitäten in Katar eingeplant gewesen, die nun ausfallen.

Diese Lücke trifft nicht nur Asien, sondern auch Europa. Der Kontinent ist stark von Flüssiggas aus dem Golfstaat abhängig. In der Folge dürfte auch das Befüllen der Gasspeicher – etwa in Österreich – deutlich teurer werden.

Ölproduktion erholt sich schneller

Etwas weniger dramatisch könnte sich die Lage bei Öl entwickeln. Trotz beschädigter Förderanlagen erwartet Benigni, dass die Produktion nach einem möglichen Kriegsende innerhalb von ein bis zwei Monaten wieder hochgefahren werden kann.

Allerdings warnt er auch hier vor zu großer Hoffnung: Die Preise dürften dennoch nicht rasch auf das frühere Niveau zurückkehren.

Langfristige Folgen für Verbraucher

Für Haushalte und Unternehmen bedeutet das: Entspannung bei den Energiepreisen könnte länger auf sich warten lassen als bislang erwartet. Besonders Gas bleibt ein kritischer Faktor – auch über das unmittelbare Kriegsende hinaus.

(VOL.AT/APA)

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