Gehalts-Check: So schneidet Vorarlberg im Bundesländervergleich ab
In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten rückt die Frage nach dem Einkommen stärker in den Fokus. Laut dem aktuellen Gehaltscheck der Plattform Kununu liegt das durchschnittliche Bruttojahresgehalt in Österreich bei 51.185 Euro. In der IT-Branche sind es mit 62.673 Euro deutlich mehr.
Für die Analyse wurden mehr als 91.000 Gehaltsangaben ausgewertet, die zwischen 1. Jänner und 4. Dezember 2025 auf der Plattform abgegeben wurden. Weihnachts- und Urlaubsgeld wurden berücksichtigt.
Das Ländle auf Platz 2
Im Bundesländer-Vergleich schneidet Wien mit einem Durchschnittseinkommen von 53.293 Euro am besten ab. Knapp dahinter folgt Vorarlberg mit 52.740 Euro, gefolgt von Oberösterreich mit 51.461 Euro. Diese drei Länder bilden die Spitze im österreichweiten Gehaltsvergleich.
Im Städtevergleich ergibt sich ein leicht anderes Bild: Linz liegt mit durchschnittlich 53.330 Euro an der Spitze, gefolgt von Wien. Dahinter folgen Villach (51.905 Euro), Graz (51.817 Euro) und Salzburg Stadt (51.179 Euro).
Banken, Energie und Maschinenbau unter Top-Branchen
Hinter der IT liegt das Bankwesen mit durchschnittlich 58.660 Euro brutto jährlich auf Platz zwei, gefolgt vom Energiesektor mit 58.231 Euro. Die weiteren Plätze belegen Forschung und Entwicklung (57.695 Euro) sowie der Maschinenbau (56.699 Euro).
Bei den Berufsgruppen erzielen Ärztinnen und Ärzte mit durchschnittlich 95.224 Euro die höchsten Einkommen. Dahinter folgen Softwarearchitektinnen und -architekten (82.561 Euro), Manager (77.024 Euro), Product Owner (73.965 Euro) und Key Account Manager (72.634 Euro).
Gehalt steigt mit Unternehmensgröße und Berufserfahrung
Laut Analyse zahlen Unternehmen mit 1.000 bis 10.000 Mitarbeitenden im Schnitt 55.836 Euro. In kleinen Betrieben mit bis zu 50 Beschäftigten liegt der Wert bei 49.121 Euro.
Mit null bis drei Jahren Berufserfahrung liegt das Durchschnittsgehalt bei 42.700 Euro, nach über zehn Jahren steigt es auf 57.800 Euro. Mit Personalverantwortung liegt das Einkommen im Schnitt 8.600 Euro höher als ohne.
Einkommensplus im Bankwesen
Den größten Entgeltzuwachs mit zunehmender Berufserfahrung verzeichnet das Bankwesen: Von 45.122 Euro beim Berufseinstieg steigt das Gehalt nach mehr als zehn Jahren auf 63.599 Euro. Einsteigerinnen und Einsteiger verdienen am besten in Forschung/Entwicklung (50.190 Euro), gefolgt von IT (49.899 Euro), Maschinenbau (48.982 Euro), Energie (48.396 Euro) und Industrie (48.174 Euro).
Bei Personalverantwortung erzielt das Bankwesen mit plus 58 Prozent den höchsten Unterschied – von 54.212 auf 85.623 Euro. Im Durchschnitt aller Branchen beträgt der Gehaltsanstieg ohne Führungsverantwortung rund 27 Prozent.
Gender-Pay-Gap bleibt bestehen
Der Gehaltscheck zeigt einen durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von 45.699 Euro bei Frauen und 54.424 Euro bei Männern. Das entspricht einem Unterschied von 16 Prozent. Berufseinsteigerinnen verdienen im Schnitt 40.085 Euro, Männer 44.575 Euro. In Führungspositionen liegen die Werte bei 52.900 Euro für Frauen und über 64.600 Euro für Männer.
(VOL.AT)