Grok zieht auf Knopfdruck Frauen aus – und Kinder
Der Chatbot "Grok", entwickelt von Elon Musks KI-Firma xAI und direkt in X.com integriert, sorgt derzeit international für Empörung. Nutzer können dem Bot öffentlich Anweisungen wie "Zieh sie aus" oder "Zeig sie im Bikini" geben – und erhalten innerhalb von Sekunden bearbeitete Bilder, in denen Frauen, aber auch Kinder, sexualisiert dargestellt werden. Die Betroffenen haben diesen Darstellungen nie zugestimmt.
Auch Bilder von Kindern wurden bearbeitet, wie die Tech-News-Plattform theverge.com und die Nachrichtenagentur Reuters dokumentieren. Einige hatten Tausende Likes, bevor sie entfernt wurden.
Frauen berichten von digitalem Übergriff
Besonders betroffen ist die brasilianische Musikerin Julie Yukari. Sie veröffentlichte an Silvester ein harmloses Bild im roten Kleid – einen Tag später kursierten Nacktfälschungen davon. Auch die britische Journalistin Samantha Smith wurde Opfer. Gegenüber der BBC sprach sie von einem "digitalen Übergriff", der sich anfühlte wie reale Gewalt.
Musk reagiert – mit Lach-Emojis
Während die Bilder hunderttausendfach verbreitet wurden, kommentierte Elon Musk das Geschehen zunächst mit Lach-Emojis.
Selbst als bearbeitete Bilder von Kim Jong Un und ein Toaster im Bikini geteilt wurden, postete er amüsiert: "Ich konnte nicht aufhören zu lachen."
Behörden ermitteln – Musk rudert zurück
Frankreichs Digital- und Gleichstellungsministerinnen zeigten X inzwischen bei der Staatsanwaltschaft an. Indiens Regierung fordert einen Bericht über Maßnahmen gegen Missbrauch. Kinderschutzorganisationen sprechen von einer "vermeidbaren Katastrophe". Musk reagierte schließlich: Nutzer, die Grok für illegale Inhalte verwenden, müssten mit Konsequenzen rechnen.
(VOL.AT)