Grüne drängen auf raschen Start von Rhesi
Kritik an Widerstand aus Gemeinden
Für die Grünen ist Rhesi das zentrale Sicherheitsprojekt für das Rheintal. "Der Schutz von über 300.000 Menschen steht vor den Eigeninteressen einiger weniger Personen", betonte Klubobmann Daniel Zadra am Dienstag. Verzögerungen seien nicht akzeptabel – auch dann nicht, wenn sich einzelne Gemeindevertreter von ÖVP und FPÖ gegen das Projekt stellten.
Konkret verwies Zadra auf die Gemeindevertretung von Koblach, die im Jänner mit knapper Mehrheit gegen die weiteren Planungen gestimmt hatte. Das, obwohl vonseiten der Internationalen Rheinregulierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket angeboten worden sei, inklusive Flächenkompensationen für betroffene Grundeigentümer.
Anfrage an Landesrat Gantner
Zadra richtet den Fokus nun auf den zuständigen Landesrat Christian Gantner (ÖVP). In einer parlamentarischen Anfrage will der grüne Klubobmann wissen, welche Schritte dieser setzt, um ein Stocken des Projekts zu verhindern. "Landesrat Gantner trägt die Verantwortung, zwischen den unterschiedlichen Interessen zu vermitteln und Verzögerungen von Rhesi abzuwenden", so Zadra.
Zeitplan erhöht den Druck
Der Zeitrahmen macht das Projekt aus Sicht der Grünen besonders dringlich: Mit einem Baustart ist frühestens 2027 zu rechnen, die Fertigstellung wird erst gegen Ende der 2040er-Jahre erwartet. Jeder weitere Aufschub verlängere damit das Risiko für das Rheintal.
"Rhesi ist überlebenswichtig. Es geht um unsere Sicherheit und um unsere Zukunft", sagte Zadra abschließend. Weitere Details zu den Forderungen der Grünen finden sich in der eingebrachten Anfrage an den Landesrat.
(VOL.AT)