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Hauchdünner Machtwechsel an der Spitze: Eliasch als FIS-Präsident abgewählt

Johan Eliasch wurde beim FIS-Kongress in Belgrad als Präsident des Ski-Weltverbandes abgewählt.
Johan Eliasch wurde beim FIS-Kongress in Belgrad als Präsident des Ski-Weltverbandes abgewählt. ©GEPA pictures
Der umstrittene Johan Eliasch ist am Donnerstag als Präsident des Internationalen Ski- und Snowboard-Verbandes (FIS) mit hauchdünnem Ausgang abgewählt worden.

Zum Nachfolger des schwedisch-britisch-georgischen Multimilliardärs kürten die stimmberechtigten Mitgliederverbände beim Kongress in Belgrad den Liechtensteiner Alexander Ospelt. Das Votum lautete 65:64 Stimmanteile zugunsten des 58-jährigen Rechtsanwalts Ospelt.

Ospelt mit breiter internationaler Unterstützung

Ospelt wurde unter anderem von Österreich, Norwegen, Italien, der Schweiz, Kanada und den USA unterstützt. Eliasch stand wegen seiner Amtsführung, strittiger Vermarktungsideen und nicht zuletzt der mutmaßlich schlechten Finanzlage des Verbandes in der Kritik.

Alexander Ospelt (rechts), Präsident des Liechtensteinischen Skiverbandes, bei einer Pressekonferenz in Vaduz gemeinsam mit Roland Schubert, CEO der LGT Bank AG. Ospelt wurde nun zum neuen Präsidenten des Ski-Weltverbandes FIS gewählt. ©GEPA pictures

Eine Woche vor dem Kongress war FIS-CEO Urs Lehmann aufgrund eines Zerwürfnisses mit Eliasch zurückgetreten; der Schweizer könnte aber unter Ospelt zurückkehren.

Amtszeit von Eliasch voller Kontroversen

Wenige Tage vor der Neuwahl sorgte die Ausladung der von Eliasch im Vorjahr für Sonderprojekte engagierten Ex-Rennläuferin Alexandra Meissnitzer wegen kritischer Aussagen in einem Interview für Aufsehen. Zudem sprachen sich einige Skistars wie Marco Odermatt und Mikaela Shiffrin öffentlich gegen eine weitere Amtszeit des 64-Jährigen aus.

Eliasch hatte das Präsidentenamt im Juni 2021 als Nachfolger von Gian Franco Kasper angetreten, 2022 war er ohne Gegenkandidaten unter strittigen Umständen wiedergewählt worden. Seither hatte es zahlreiche Dispute des FIS-Chefs mit großen Verbänden wie dem ÖSV gegeben. Nun soll der seit zwei Jahren im FIS-Council sitzende Ospelt den Verband in ruhigere Gewässer führen. Der Jurist stand von 2016 bis 2023 dem Skiverband Liechtensteins vor. Seine Amtszeit als FIS-Chef beträgt vier Jahre.

(APA)

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