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Herzstillstand: So erkennen Sie die Warnzeichen rechtzeitig

Lebensgefahr: Was Symptome wie Brustschmerz bedeuten können
Lebensgefahr: Was Symptome wie Brustschmerz bedeuten können ©CANVA
Ein plötzlicher Herzstillstand kommt selten völlig überraschend. In vielen Fällen zeigen sich Stunden oder Tage davor Symptome, die jedoch häufig fehlinterpretiert oder ignoriert werden. Dabei können diese Anzeichen lebensrettend sein – wenn rechtzeitig reagiert wird.

Herzstillstand: Ein medizinischer Notfall mit kurzer Reaktionszeit

Beim Herzstillstand – auch plötzlicher Herztod genannt – hört das Herz abrupt auf zu schlagen. Das Blut zirkuliert nicht mehr, das Gehirn wird nicht mit Sauerstoff versorgt. Ohne sofortige Hilfe führt dieser Zustand innerhalb weniger Minuten zum Tod.

Typische Vorboten sind:

  • Engegefühl oder Schmerzen in der Brust
  • Herzrhythmusstörungen oder Herzrasen
  • Atemnot, vor allem bei körperlicher Belastung
  • Schwindel, Erschöpfung oder kurze Bewusstlosigkeit

Menschen mit bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten solche Warnzeichen besonders ernst nehmen. Ärztliche Abklärung wird in diesen Fällen dringend empfohlen.

Sonderfall: Plötzlicher Herztod beim Sport

Bei sportlich aktiven Menschen tritt der Herzstillstand oft ohne erkennbare Vorzeichen auf. Studien zufolge kann eine kurzzeitige Ohnmacht während des Trainings ein frühes Anzeichen einer Herzerkrankung sein. In solchen Fällen ist eine kardiologische Abklärung angezeigt.

Erste Hilfe rettet Leben – richtig handeln im Ernstfall

Treten akute Symptome wie Brustschmerzen, Atemnot oder Herzrasen auf, sollte umgehend der Notruf 112 gewählt werden. Ist die betroffene Person bewusstlos, gilt es, sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen:

  • Betroffene flach lagern, Oberkörper leicht erhöht
  • Nicht die Beine hochlagern
  • Bewusstlose in stabile Seitenlage bringen, Atmung prüfen
  • Bei Atemstillstand sofort Herzdruckmassage beginnen

Für die Herzdruckmassage: Beide Hände mittig auf den Brustkorb legen und etwa 100 bis 120 Mal pro Minute fest nach unten drücken – idealerweise im Takt des Liedes „Stayin’ Alive“.

Die Druckmassage hält den Blutfluss zum Gehirn aufrecht, bis der Rettungsdienst eintrifft. Unterbrechungen sollten unbedingt vermieden werden.

Ursachen und Risikogruppen

Häufigste medizinische Ursache eines Herzstillstands ist das Kammerflimmern – eine schwere Herzrhythmusstörung, bei der das Herz nicht mehr effektiv pumpt. Risikopersonen sind laut Statistik meist Männer mittleren oder höheren Alters, insbesondere mit bereits bestehenden, teils unentdeckten Herzerkrankungen.

Vorerkrankungen, die das Risiko erhöhen:

  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Angeborene Herzfehler
  • Herzschwäche oder frühere Herzinfarkte
  • Herzmuskelentzündungen oder Kardiomyopathien
  • Herzklappenerkrankungen

Prävention: Lebensstil entscheidend

Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko erheblich senken: Ausgewogene Ernährung, Bewegung, Verzicht auf Nikotin und Alkohol sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind zentrale Maßnahmen. Auch die Kontrolle von Blutdruck und Cholesterinwerten spielt eine wichtige Rolle.

(VOL.AT)

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