Herzstillstand: So erkennen Sie die Warnzeichen rechtzeitig
Herzstillstand: Ein medizinischer Notfall mit kurzer Reaktionszeit
Beim Herzstillstand – auch plötzlicher Herztod genannt – hört das Herz abrupt auf zu schlagen. Das Blut zirkuliert nicht mehr, das Gehirn wird nicht mit Sauerstoff versorgt. Ohne sofortige Hilfe führt dieser Zustand innerhalb weniger Minuten zum Tod.
Typische Vorboten sind:
- Engegefühl oder Schmerzen in der Brust
- Herzrhythmusstörungen oder Herzrasen
- Atemnot, vor allem bei körperlicher Belastung
- Schwindel, Erschöpfung oder kurze Bewusstlosigkeit
Menschen mit bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten solche Warnzeichen besonders ernst nehmen. Ärztliche Abklärung wird in diesen Fällen dringend empfohlen.
Sonderfall: Plötzlicher Herztod beim Sport
Bei sportlich aktiven Menschen tritt der Herzstillstand oft ohne erkennbare Vorzeichen auf. Studien zufolge kann eine kurzzeitige Ohnmacht während des Trainings ein frühes Anzeichen einer Herzerkrankung sein. In solchen Fällen ist eine kardiologische Abklärung angezeigt.
Erste Hilfe rettet Leben – richtig handeln im Ernstfall
Treten akute Symptome wie Brustschmerzen, Atemnot oder Herzrasen auf, sollte umgehend der Notruf 112 gewählt werden. Ist die betroffene Person bewusstlos, gilt es, sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen:
- Betroffene flach lagern, Oberkörper leicht erhöht
- Nicht die Beine hochlagern
- Bewusstlose in stabile Seitenlage bringen, Atmung prüfen
- Bei Atemstillstand sofort Herzdruckmassage beginnen
Für die Herzdruckmassage: Beide Hände mittig auf den Brustkorb legen und etwa 100 bis 120 Mal pro Minute fest nach unten drücken – idealerweise im Takt des Liedes „Stayin’ Alive“.
Die Druckmassage hält den Blutfluss zum Gehirn aufrecht, bis der Rettungsdienst eintrifft. Unterbrechungen sollten unbedingt vermieden werden.
Ursachen und Risikogruppen
Häufigste medizinische Ursache eines Herzstillstands ist das Kammerflimmern – eine schwere Herzrhythmusstörung, bei der das Herz nicht mehr effektiv pumpt. Risikopersonen sind laut Statistik meist Männer mittleren oder höheren Alters, insbesondere mit bereits bestehenden, teils unentdeckten Herzerkrankungen.
Vorerkrankungen, die das Risiko erhöhen:
- Koronare Herzkrankheit (KHK)
- Angeborene Herzfehler
- Herzschwäche oder frühere Herzinfarkte
- Herzmuskelentzündungen oder Kardiomyopathien
- Herzklappenerkrankungen
Prävention: Lebensstil entscheidend
Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko erheblich senken: Ausgewogene Ernährung, Bewegung, Verzicht auf Nikotin und Alkohol sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind zentrale Maßnahmen. Auch die Kontrolle von Blutdruck und Cholesterinwerten spielt eine wichtige Rolle.
(VOL.AT)