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Heute vor 35 Jahren stürzte die "Mozart" ab – elf Vorarlberger unter den Opfern

Niki lauda umgeben von Trümmern der abgestürzten Maschine.
Niki lauda umgeben von Trümmern der abgestürzten Maschine. ©PA-Images / AP; Faksimile VN
Am 26. Mai 1991 stürzte eine Lauda-Air-Maschine in Thailand ab. Alle 223 Menschen an Bord kamen ums Leben. Bis heute gilt das Unglück als die schwerste Katastrophe der österreichischen Luftfahrtgeschichte. Unter den Opfern waren auch elf Vorarlberger.

Absturz erschütterte Österreich

Der Absturz der Boeing 767 "Mozart" erschütterte vor 35 Jahren Österreich und sorgte weltweit für Schlagzeilen. Die Maschine der Lauda Air war auf dem Weg von Hongkong über Bangkok nach Wien, als sie kurz nach dem Start in Thailand abstürzte. An Bord befanden sich 213 Passagiere sowie zehn Crewmitglieder – niemand überlebte.

Die Absturzmaschine im Jahr 1989. ©Wikimedia/Simon Kindall/SA 4.0

Besonders in Erinnerung blieb vielen das Bild von Airline-Gründer Niki Lauda mit roter Kappe an der Absturzstelle im unwegsamen Dschungelgebiet. Lange Zeit war unklar, warum das damals erst rund eineinhalb Jahre alte Flugzeug abgestürzt war.

Schubumkehr löste Katastrophe aus

Ermittlungen ergaben später, dass die Schubumkehr am linken Triebwerk unbeabsichtigt aktiviert worden war. Die Boeing wurde dadurch in der Luft unkontrollierbar und zerbrach.

Der geborgene Cockpit-Stimmenrekorder der Boeing 767. ©APA-Images / AP / Doug Mills

Als Ursache wurde ein defektes Ventil festgestellt. Der Flugzeughersteller Boeing zahlte später Entschädigungen an Hinterbliebene. Gleichzeitig wurden Vorwürfe laut, wonach Hinweise auf mögliche Probleme mit der Schubumkehr nicht konsequent genug verfolgt worden seien.

©APA

Niki Lauda bezeichnete den Absturz später als das schlimmste Ereignis seines Lebens. Der dreifache Formel-1-Weltmeister hatte die Fluglinie 1979 gegründet. 2002 wurde Lauda Air von der Austrian Airlines übernommen.

Viele Österreicher unter den Opfern

89 Menschen an Bord stammten aus Österreich. Unter ihnen befand sich auch eine 21-köpfige Reisegruppe der Universität Innsbruck rund um den renommierten Finanzwissenschafter Clemens August Andreae. Die Gruppe war von einer Fachexkursion in Hongkong auf dem Rückweg.

Auch elf Vorarlberger kamen bei dem Unglück ums Leben.

Die Nachricht vom Absturz erreichte Europa in der Nacht. Viele Angehörige erfuhren erst am nächsten Morgen von der Katastrophe – über Radiomeldungen oder direkt am Flughafen Wien-Schwechat, wo sie auf die Ankunft ihrer Familienmitglieder warteten.

Treffen für Hinterbliebene

Zum 20. Jahrestag organisierte die Journalistin Jenny Maaß erstmals ein Treffen für Hinterbliebene. Laut ihren Angaben kamen damals rund 40 Menschen zusammen. Viele hätten erst dort offen über ihre Trauer sprechen können.

Die Gedenkstätte nahe Suphanburi.

Auch in den darauffolgenden Jahren wurden Gedenktreffen organisiert. In Thailand erinnert zudem eine abgelegene Gedenkstätte an die Opfer des Absturzes.

(VOL.AT)

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