Wegen extremer Hitze sind in Washington Teile der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit abgesagt worden. Mehrere Menschen kollabierten, die traditionelle Parade findet nicht statt.
Die anhaltende Hitzewelle im Osten der Vereinigten Staaten hat Teile der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit lahmgelegt.
Wegen "extremer Hitze" Parade abgesagt
Wie die Veranstalter am Freitag (Ortszeit) mitteilten, wurde die für Samstag geplante Unabhängigkeitsparade in Washington wegen der "extremen Hitze" abgesagt.
Auch die "Great American State Fair" auf der National Mall musste vorübergehend geschlossen werden, nachdem mehrere Menschen in der Hitze kollabiert waren.
Höchstwerte am Samstag erwartet
Für Washington werden am Samstag Höchstwerte von mehr als 38 Grad erwartet. Gemeinsam mit der hohen Luftfeuchtigkeit könnte die gefühlte Temperatur laut Meteorologen auf bis zu 43 Grad ansteigen.
Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes gelten derzeit für rund 160 Millionen Menschen in den USA Hitzewarnungen.
Großes Feuerwerk am Abend
Der heutige Samstag gilt als Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit. Für den Abend ist in Washington ein großes Feuerwerk geplant.
Bereits am Freitag waren Kampfjets über der US-Hauptstadt zu sehen, auch am Samstag sind weitere Überflüge vorgesehen.
Trump hält trotz Hitze an Rede fest
US-Präsident Donald Trump will sich von den hohen Temperaturen nicht von seinem Auftritt abbringen lassen.
Bei einer Veranstaltung in North Dakota kündigte er an: "Ich werde hingehen und eine richtig lange Rede halten, nur um zu zeigen, dass ich alles kann." Die Rede des US-Präsidenten ist für Samstag um 21:45 Uhr Ortszeit (Sonntag, 3:45 Uhr MESZ) geplant.
Studie: Ohne Klimawandel "praktisch unmöglich"
Einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution zufolge wäre eine Hitzewelle dieser Intensität ohne den Klimawandel "praktisch unmöglich" gewesen.
"Zum 250. Geburtstag der USA liefert unsere Studie einen deutlichen Realitätscheck", erklärte Studienautor Theodore Keeping vom Imperial College London.
Hitzekuppel als Ursache
Als Ursache für die anhaltende Hitzewelle gilt eine sogenannte Hitzekuppel. Dabei handelt es sich um ein großräumiges Hochdruckgebiet, das über einer Region verharrt und die heiße Luft am Boden einschließt.
Solche Wetterlagen habe es zwar schon immer gegeben, durch den Klimawandel fielen die Temperaturen heute jedoch deutlich höher aus.
(VOL.AT)