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Hofer: Baldige Strache-RĂĽckkehr geht sich nicht aus

Norbert Hofer im Sommergespräch 2019
Norbert Hofer im Sommergespräch 2019 ©APA / ORF
FPĂ–-Chef Norbert Hofer steht nur fĂĽr TĂĽrkis-Blau zur VerfĂĽgung und verlangt Ausnahmen beim Rauchverbot. Von Novomatic sei kein Casino-Geld an die FPĂ– geflossen.
Norbert Hofer im ORF-Sommergespräch 2019
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Der designierte FPĂ–-Chef Norbert Hofer hat Montagabend im ORF-"Sommergespräch" im Zusammenhang mit der Causa Casinos Austria betont, von keinem Deal gewusst zu haben. AuĂźerdem könne er ausschlieĂźen, dass Geld von Novomatic an die FPĂ– geflossen ist. Kritik ĂĽbte er an der Vorgangsweise der Ermittler. Diese bezeichnete er als "bedenklich".

Die Suppe fĂĽr die Hausdurchsuchungen bei Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache sei "dĂĽnn" gewesen, sagte Hofer. SchlieĂźlich sei die Basis eine anonyme Anzeige. Zudem ergebe sich jetzt die "eigenartige Situation", dass die Korruptionsstaatsanwaltschaft und das Bundeskriminalamt (BK) darum streiten, wer die Daten auswerten dĂĽrfe. "Ich bin gespannt, was am Ende dabei herauskommt."

Deal mit Novomatic kann es nicht gegeben haben

Mit Novomatic könne es gar keinen Deal gegeben haben, weil die Bestellung ĂĽber den Aufsichtsrat erfolgt sei. Und in diesem sei Novomatic nur mit zwei Sitzen vertreten gewesen. Hofer spielte den Ball vielmehr an Casinos-Aufsichtsratschef Walter Rothensteiner. Dieser hätte den Wiener FPĂ–-Bezirksrat Peter Sidlo nicht zum Finanzvorstand bestellen dĂĽrfen, wenn er nicht dafĂĽr geeignet gewesen sei. "Wenn ein Personalberater sagt, dass eine Person nicht geeignet ist, dann ist diese Person nicht zu bestellen", so die Argumentation Hofers.

Warum nur Razzia bei Strache?

Zudem stelle sich die Frage, warum es eine Razzia bei Strache gegeben habe und nicht auch bei anderen Parteien. Eventuell sei es ja darum gegangen, an das Handy des Ex-FPĂ–-Chefs zu kommen, stellte Hofer in den Raum. Gleichzeitig verliefen die Ermittlungen in Sachen Ibiza-Video "schleppend", so Hofer: "Das ist alles völlig absurd". Es passe "hinten und vorne nicht zusammen".

Keine baldige Strache-RĂĽckkehr

Eine baldige RĂĽckkehr Straches in die Politik werde sich nur schwer ausgehen. Voraussetzung dafĂĽr sei, dass "alle rechtlichen VorwĂĽrfe geklärt sind", bekräftigte der designierte FPĂ–-Chef: "Also wenn die Ermittlungen eingestellt sind oder ein richterlicher Freispruch erfolgt." Einen Parteiausschluss ziehe Hofer nicht in Betracht. Zum einen will er nicht den "Stab ĂĽber Strache brechen", zum anderen habe dieser viel fĂĽr die Partei geleistet: "Das auszublenden wäre ein Fehler". Die derzeitige Doppelspitze sei eine "optimale Situation". Zudem wolle er nicht, dass die FPĂ– eine Partei ist, die von einer Person abhängig ist.

Straches Zukunft in der FPĂ–

Die Asylthematik aus Hofers Sicht

Rauchverbot muss mit Ausnahmen kommen

Beim Rauchverbot werde notwendig sein, einige Ausnahmen zu definieren. In Sachen direkte Demokratie werde Hofer in etwaigen Koalitionen unnachgiebig sein. Und zwar werde er auf die HĂĽrde von zehn Prozent pochen, die die Ă–VP ohnedies wollte. Im Ăśbrigen gab er sich aber, was Koalitionsbedingungen anbelangt, alles andere als unnachgiebig: "Meine Erfahrung in der Politik ist, dass diese Dinge nach Wahlen leichter zu besprechen sind." Koalitionsverhandlungen seien immer ein Aufeinanderzugehen.

Hofer steht nur fĂĽr TĂĽrkis-Blau zur VerfĂĽgung

Ziel sei ein Ergebnis über 20 Prozent und so stark werden, dass sich Schwarz-Grün nicht ausgeht, so der designierte FPÖ-Chef. Er selbst stehe nur für Türkis-Blau zur Verfügung: "Eine andere Variante mach' ich nicht." Sollte er in der künftigen Regierung vertreten sein, werde er nicht bei der kommenden Bundespräsidentenwahl antreten. Sollte die FPÖ in der Opposition landen, dann wäre ein Antreten jedoch "durchaus möglich".

Wird Hofer 2022 als Bundespräsident kandidieren?

Bargeld muss in die Verfassung

Ibiza-Skandal, Sturz der türkis-blauen Regierung, Korruptionsverdacht gegen Ex-Parteichef Strache und andere Spitzenfunktionäre der FPÖ: Der designierte Parteichef der Freiheitlichen ist gefordert. Wie will Norbert Hofer die Glaubwürdigkeit und moralische Integrität seiner Partei herstellen? Welchen Stellenwert hat der ehemalige Parteichef Heinz-Christian Strache heute in der FPÖ? Wie wichtig ist Herbert Kickl für die Partei? Und warum will Norbert Hofer die gescheiterte türkis-blaue Zusammenarbeit in der Regierung fortsetzen?

Hofers Ausblick auf den Bundesparteitag im September

Nächsten Montag ist Pamela Rendi-Wagner in den "Sommergesprächen" zu Gast.

(APA)

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