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"Ich habe noch nie so viel Angst gehabt": Erdbeben erschüttern Venezuela

Schwere Erdbeben erschüttern Venezuela. ©AFP

Zwei schwere Erdbeben haben die Menschen in Venezuela in Angst und Schrecken versetzt.

Bewohner der Hauptstadt Caracas berichten von schweren Schäden und schildern ihre Eindrücke.

"Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Angst gehabt, es war fürchterlich", berichtete eine 57-Jährige der Deutschen Presse-Agentur aus dem Osten der Millionenmetropole, die knapp 200 Kilometer von dem Epizentrum der Beben entfernt ist.

"Bei uns in der Nähe sind zwei Hochhäuser eingestürzt, am Nachbargebäude fehlen Wände", ergänzte sie. Ihr Hochhaus sei aber weitgehend verschont geblieben. In ihrer Wohnung seien Möbel umgestürzt und Bilder von den Wänden gefallen, alles sei voller Scherben.

Die Erschütterungen seien so stark gewesen, dass sie und ihr Mann zunächst gar nicht aus dem Zimmer gekommen seien. Zusammen mit Nachbarn seien sie dann schließlich auf die Straße gerannt. Zwei Anwohner hätten aus dem Aufzug befreit werden müssen. Nach den Beben sei stundenlang der Strom ausgefallen, auch das Mobilfunknetz habe nicht funktioniert.

Erinnerungen an schweres Erdbeben von 1967

Von heftigen Erschütterungen erzählte auch ein Bewohner aus der Nähe der Stadt Maracay, die rund 100 Kilometer von dem Epizentrum entfernt ist.

"Ich saß im Auto, und der Wagen hat sich hin und her bewegt, als handele es sich um ein Blatt Papier", sagte er der dpa. Mindestens zwei Häuser in der Umgebung seien eingestürzt, darunter ein relativ neues.

"Ich habe schon Erdbeben erlebt, aber noch keins wie dieses", ergänzte der Mann. "Es war schlimm, wirklich schlimm." Er habe sich an das schwere Erdbeben von 1967 erinnert gefühlt, bei dem in Venezuela damals mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen waren.

(dpa)

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