AA

IKEA-Ansiedlung in Dornbirn bringt Millionen an Kaufkraft

Millionen bleiben im Land: Warum der Standort so wichtig ist
Millionen bleiben im Land: Warum der Standort so wichtig ist ©APA
Der Umbau des Messeparks in Dornbirn schreitet voran, mit dem Spatenstich für die erste Bauetappe.

In unmittelbarer Nähe wird das alte Kika-Gebäude zum neuen Standort von IKEA. Diese Ansiedlung verspricht, Kaufkraft in Vorarlberg zu binden und den Messepark zu beleben, wie eine Analyse von Roland Murauer zeigt.

Der Umbau des Messeparks in Dornbirn hat mit der ersten Bauetappe begonnen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird das ehemalige Kika-Gebäude zu einem neuen IKEA-Standort umfunktioniert. Laut Roland Murauer vom Handelsforschungsunternehmen Cima wird die Eröffnung eines IKEA-Standortes in Dornbirn dazu führen, dass rund 12,5 Millionen Euro Kaufkraft, die bisher nach St.

Gallen abflossen, in Vorarlberg verbleiben

Ein früheres Gutachten von Murauer bezog sich auf einen Standort in Lustenau, wobei sich die Kaufkrafteffekte für Dornbirn nicht ändern werden. Ein Vorteil des neuen Standortes ist, dass keine neue Fläche versiegelt werden muss, da IKEA in ein bestehendes Gebäude einzieht.

Der Messepark wird ebenfalls von der Nähe zu IKEA profitieren, da zusätzliche Kunden angezogen werden, was zu einer Umsatzsteigerung von zwei bis drei Prozent führen könnte. Für die Innenstädte werden kaum Auswirkungen erwartet, mit einem maximalen Umsatzverlust von ein bis zwei Prozent, obwohl einzelne Branchen wie Glas, Porzellan und Keramik stärker betroffen sein könnten. Die heimische Möbelbranche steht vor einer Herausforderung, da der Wettbewerb um Kunden verschärft wird.

Harald Künzle von der Vorarlberger Wirtschaftskammer rechnet nicht mit existenziellen Bedrohungen für andere Möbelhäuser, da bereits ein Möbelhaus am Standort war und IKEA in Reichweite existiert. Er betont jedoch, dass der Wettbewerb um Kunden zunimmt, insbesondere für Anbieter im preisorientierten Segment.

Auch Küchenstudios und Deko-Läden könnten betroffen sein

Künzle erwartet keine zusätzliche Kundschaft aus dem Ausland durch IKEA, da Kunden gezielt dorthin fahren. Die regionalen Wirtschaftsgemeinschaften sehen die Ansiedlung gelassen. Bianca Moosbrugger-Petter von der Regio Bregenzerwald hebt hervor, dass sich regionale Produkte von Handwerkern und Möbelhäusern abheben.

Clemens Seewald von der Initiative "Wirtschaft am Kumma" berichtet von positiven Reaktionen bei spezialisierten Betrieben in seiner Region, die keine Konkurrenz fürchten. Er sieht die Möglichkeit, dass Besucher, die wegen IKEA nach Vorarlberg kommen, auch die Region am Kumma besuchen könnten. Seewald betont die positiven Aspekte von Investitionen und Wandel durch Unternehmen wie IKEA und die Messepark-Erweiterung.

(VOL.AT)

  • ADMIN AT
  • Wirtschaft
  • IKEA-Ansiedlung in Dornbirn bringt Millionen an Kaufkraft