In Dallas trifft die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick auf Titelverteidiger Argentinien rund um Superstar Lionel Messi.
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Weltmeister als nächster Prüfstein
Mit dem 3:1-Erfolg gegen Jordanien ist Österreich erfolgreich in die Weltmeisterschaft gestartet. Nun wartet auf die ÖFB-Auswahl die wohl schwierigste Aufgabe der Gruppenphase. Heute Abend (19 Uhr MESZ) trifft das Team in Dallas auf Titelverteidiger Argentinien, der zum Auftakt Algerien mit 3:0 besiegt hat und die Gruppe J vor Österreich anführt.
Die Rollen scheinen auf den ersten Blick klar verteilt. Dennoch reist die österreichische Mannschaft mit viel Selbstvertrauen nach Texas. Vier Spiele, vier Siege lautet die Bilanz im bisherigen Länderspieljahr 2026.
Arnautovic warnt vor Argentinien
"Argentinien ist eine der größten Nationen – wenn nicht die größte", sagte Marko Arnautovic vor dem Duell mit dem amtierenden Weltmeister.
Auch der in Dornbirn geborene Paul Wanner weiß um die Qualität des Gegners, sieht sein Team aber keineswegs chancenlos. "Wir haben Respekt, sind aber von unseren Stärken überzeugt. Wenn wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen, stellen wir jede Mannschaft vor Probleme", betonte der Mittelfeldspieler.
Für zusätzliche Herausforderungen sorgt die ungewohnte Anstoßzeit. Die Partie wird in Dallas bereits um 12 Uhr Ortszeit angepfiffen. Arnautovic nahm das mit Humor: "Ich bin einer, den du in der Früh nicht ansprechen darfst." Gleichzeitig stellte er klar: "Argentinien muss auch um 12 Uhr am Platz stehen. Das wird nicht einfach, aber wir werden bereit sein."
Messi im Fokus
Besondere Aufmerksamkeit gilt einmal mehr Lionel Messi. Der argentinische Superstar erzielte beim 3:0-Auftaktsieg gegen Algerien alle drei Treffer.
Für Arnautovic steht außer Frage, welchen Stellenwert der Weltmeister-Kapitän im internationalen Fußball hat. "Über ihn brauchen wir nicht reden. Er ist der Größte aller Zeiten. Es wird nie wieder so einen Großen geben wie ihn", sagte der ÖFB-Stürmer.
Trotz aller Bewunderung wolle sich Österreich aber nicht ausschließlich auf Messi konzentrieren. "Wir müssen in erster Linie auf uns schauen und eine gute Performance abliefern", so Arnautovic.
Fragezeichen hinter Posch
Ob Stefan Posch gegen Argentinien einsatzfähig sein wird, ist weiterhin offen. Der Verteidiger hatte sich beim Auftaktsieg gegen Jordanien einen Kieferbruch zugezogen. Für ihn wurde in Los Angeles eine Spezialschiene angefertigt. Teile des Trainings absolvierte Posch bereits wieder mit der Mannschaft.
Besondere Partie für Sabitzer
Für Marcel Sabitzer wird das Spiel gegen Argentinien unabhängig vom Ergebnis ein besonderes. Der Dortmund-Legionär steht vor seinem 100. Länderspiel für Österreich.
Teamkollege Arnautovic drückt ihm dafür die Daumen: "Sabi und ich haben eine Top-Beziehung – auch außerhalb des Platzes. Es ist jetzt natürlich ein Riesen-Spiel für ihn. Ich hoffe, dass er performt und Tore macht."
Österreich wartet noch auf ersten Sieg
Die bisherige Bilanz gegen Argentinien spricht allerdings für die Südamerikaner. In zwei bisherigen Duellen gelang Österreich noch kein Sieg. 1990 endete ein Freundschaftsspiel mit einem 1:1, zehn Jahre zuvor setzte es eine 1:5-Niederlage. Damals traf Diego Maradona gleich dreimal.
Heute bietet sich dem ÖFB-Team die Gelegenheit, erstmals gegen die "Gauchos" anzuschreiben – und vielleicht sogar für eine der größten Überraschungen dieser WM zu sorgen.
(VOL.AT)