Khamenei droht USA: "Amerikaner gehören auf den Meeresboden"
"Neunzig Millionen iranische Bürger im In- und Ausland betrachten alle Atom- und Raketenfähigkeiten als nationales Gut und werden sie wie ihre See-, Land- und Luftgrenzen verteidigen", hieß es in einer Rede des obersten iranischen Führers Mojtaba Khamenei, die im staatlichen Fernsehen verlesen wurde.
Zugleich wurden erneute Drohungen gegen die Präsenz der US-Streitkräfte in der Region ausgesprochen. Zwei Monate nach dem "größten Militärangriff und der Aggression der Weltbullys" in der Region sowie "nach dem beschämenden Scheitern Amerikas mit seinem Plan" werde ein neues Kapitel für den Persischen Golf und die Straße von Hormuz geschrieben, sagte Khamenei demnach weiter.
Die Islamische Republik teile das gleiche Schicksal mit den Nachbarn in den Gewässern des Persischen Golfs und des Golfs von Oman. "Außenstehende, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen und dort Unruhe stiften, haben keinen Platz unter uns – außer auf dem Grund seiner Gewässer." Khamenei verkündete zudem den Beginn einer neuen Ära in der Golfregion. Seit dem Ausbruch des Krieges des Iran mit den USA und Israel nehme ein neues Kapitel für den Golf und die Straße von Hormuz Gestalt an. Die verlesene Ansprache erfolgte anlässlich des Tags des Persischen Golfs, der jährlich im Iran am 30. April begangen wird.
Khamenei ist seit seiner Wahl nicht öffentlich aufgetreten
Seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer des Irans vor knapp zwei Monaten ist Mojtaba Khamenei nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Laut Aussage der US-Regierung ist er verletzt. Nähere Informationen gibt es nicht.
Die Verhandlungen über eine Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sind zuletzt ins Stocken geraten. US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch, es habe zwar Fortschritte gegeben, ein Durchbruch sei aber noch nicht erreicht. Eine Einigung werde es nur geben, wenn Teheran vollständig auf Atomwaffen verzichte.
(APA/dpa/REUTERS)