Kieferbruch und K.o. – so viel bekam Jake Paul für 16 Minuten im Ring
Der Influencer und Boxer Jake Paul unterlag am Freitag im Kaseya Center in Miami dem ehemaligen Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua durch technischen Knockout in der sechsten Runde. Der Schaukampf war auf acht Runden angesetzt und wurde weltweit live auf Netflix übertragen.
Millionen-Gagen für 16 Minuten im Ring
Wie die britische "Daily Mail" berichtet, belief sich die Kampfbörse auf 136 Millionen Pfund, die gleichmäßig auf beide Athleten verteilt wurden. Bei einer offiziellen Kampfzeit von 989 Sekunden – rund 16,5 Minuten – ergibt sich ein Verdienst von 69.000 Pfund pro Sekunde, umgerechnet etwa 92.000 US-Dollar oder 80.000 Euro. Jeder der beiden Boxer kassierte somit rund 92 Millionen Dollar. Auf den gesamten Kampf gerechnet entsprach das einer Auszahlung von 5,58 Millionen Dollar pro Minute beziehungsweise 15,3 Millionen Dollar pro Runde.
Steuerlast für Anthony Joshua
Während Paul das Geld nahezu vollständig behalten dürfte, muss Joshua laut einer Schätzung der Plattform "AceOdds" rund 37 Prozent seiner Einnahmen an die US-Steuerbehörde IRS abgeben – etwa 25,6 Millionen Pfund. Grund ist sein britischer Wohnsitz, der steuerliche Nachteile mit sich bringt.
Niederlage und Kieferbruch
Jake Paul zeigte im Kampf gegen den deutlich erfahreneren Anthony Joshua Einsatzwillen und Ausdauer. Der US-Influencer hielt bis zur sechsten Runde durch, ehe der Schaukampf im Kaseya Center in Miami durch technischen Knockout zugunsten des Briten beendet wurde.
Paul erlitt dabei einen doppelten Kieferbruch. "Er ist immer wieder aufgestanden. Dafür verdient er Respekt", sagte Joshua im Anschluss. Gleichzeitig räumte er ein: "Es war nicht die beste Leistung. Hat etwas länger gedauert als gedacht – aber die Rechte hat getroffen."
Provokanter Post nach Kampf
Nach dem Kampf veröffentlichte Jake Paul auf Instagram ein Foto, das ihn in einem Privat-Jet zeigt – umgeben von Geldbündeln, mehreren Schusswaffen und Einkaufstaschen der Luxus-Marke "Louis Vuitton". Die Aufnahme dürfte vor dem Kampf entstanden sein, sichtbare Spuren seiner Verletzung sind nicht zu erkennen.
Joshua will Kampf gegen Tyson Fury
Joshua und sein Promoter Eddie Hearn äußerten erneut den Wunsch, ein Duell mit Tyson Fury auf die Beine zu stellen. Laut Hearn seien die Gespräche mit dem saudischen Sportminister Turki Al-Sheikh im Gange. "Wir können sofort loslegen, wenn Fury unterschreibt", sagte Hearn.
(VOL.AT)