Lebenslang für Konzerthallen-Anschlag bei Moskau mit über 140 Toten
Zwei Jahre nach dem verheerenden Anschlag auf die Crocus City Hall im Moskauer Vorort Krasnogorsk hat ein Gericht in Moskau die vier Hauptangeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt. Auch elf mutmaßliche Komplizen erhielten am Donnerstag dasselbe Strafmaß.
Der Angriff gilt als der schwerste Terroranschlag auf russischem Boden seit mehr als 20 Jahren.
149 Tote und mehr als 600 Verletzte
Am Abend des 22. März 2024 waren die Angreifer in die Konzerthalle eingedrungen und hatten das Feuer auf Besucher eröffnet. Anschließend setzten sie das Gebäude in Brand.
Nach offiziellen Angaben kamen 149 Menschen ums Leben, mehr als 600 weitere wurden verletzt. Zahlreiche Angehörige der Opfer verfolgten die Urteilsverkündung im Gerichtssaal.
Täter aus Tadschikistan – IS bekannte sich
Bei den vier Haupttätern handelt es sich um Männer aus Tadschikistan. Zu der Tat bekannte sich die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS).
Die russischen Behörden hatten dennoch versucht, die Ukraine mit dem Anschlag in Verbindung zu bringen. Die Regierung in Kiew wies diese Vorwürfe zurück.
Lebenslange Haft für 15 Angeklagte
Im Gerichtssaal saßen mehrere Angeklagte in einem Glaskäfig, als der Richter das Strafmaß verkündete. Neben den vier Haupttätern wurden elf weitere Komplizen ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt.
(VOL.AT/APA/AFP)