Lufthansa-Flug kehrt um: Evakuierung nach Alarm über Athen
Warnmeldung zwingt Piloten zur Umkehr
Ein Routineflug entwickelte sich binnen Minuten zur Ausnahmesituation: Flug LH1753 hob am Montagnachmittag mit deutlicher Verspätung vom Flughafen Athen ab. An Bord befanden sich 177 Passagiere sowie sieben Crewmitglieder.
Kurz nach dem Start kam es laut einem Lufthansa-Sprecher zu einer Warnmeldung im Cockpit, die auf eine mögliche Störung am Triebwerk hinwies. Die Piloten reagierten umgehend, erklärten eine Luftnotlage und leiteten die Rückkehr nach Athen ein.
Kerosingeruch in der Kabine
Während des Steigflugs bemerkten Passagiere im hinteren Teil der Kabine zudem einen deutlichen Kerosingeruch. Die Situation blieb zwar unter Kontrolle, erhöhte aber die Dringlichkeit der Maßnahmen.
Die Maschine landete wenig später sicher am Flughafen Athen und rollte selbstständig zur Parkposition.
Evakuierung über Notrutschen
Nach der Landung entschieden sich die Piloten aus Sicherheitsgründen für eine sofortige Evakuierung. Die Passagiere verließen das Flugzeug über Notrutschen. Videoaufnahmen zeigen hektische Szenen, während Crewmitglieder zur Eile aufforderten.
"Alles liegen lassen, raus", soll ein Crewmitglied laut Augenzeugen gerufen haben. Eine Passagierin sagte demnach zu ihrer Sitznachbarin: "Du brauchst deinen Laptop nicht, du brauchst dein Leben."
Drei Leichtverletzte
Bei der Evakuierung wurden laut Lufthansa drei Passagiere leicht verletzt und medizinisch versorgt. Weitere Verletzte gab es nicht.
Nach dem Vorfall wurden die Reisenden am Flughafen betreut. Lufthansa organisierte Ersatzflüge sowie Hotelunterkünfte. Die betroffene Maschine wird derzeit technisch überprüft, um die genaue Ursache der Warnmeldung und des Kerosingeruchs zu klären.
(VOL.AT)