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Luftraum gesperrt: Chaos am Airport Dubai nach Nahost-Eskalation

Tausende Reisende sitzen fest, zahlreiche Flüge wurden gestrichen. ©APA-Images / REUTERS / Johannes P. Christo
Nach iranischen Raketen- und Drohnenangriffen ist der Flughafen in Dubai seit Samstag geschlossen. Tausende Reisende sitzen fest, Flüge wurden gestrichen, der Luftraum gesperrt. Auch europäische Airlines stoppten Verbindungen in die Region.

Dubai erlebt Ausnahmezustand – und das ausgerechnet an einem Ort, der sonst für Effizienz und reibungslose Abläufe steht: am Dubai International Airport (DXB). Seit Samstagnachmittag geht nichts mehr. Weder rein noch raus.

Auslöser sind iranische Raketen- und Drohnenangriffe auf Ziele in der Region. Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten sperrten daraufhin den Luftraum "als Vorsichtsmaßnahme", wie die staatliche Luftfahrtbehörde mitteilte. Beide großen Flughäfen – Dubai International (DXB) und Dubai World Central (DWC) – wurden bis auf Weiteres geschlossen.

Tausende Passagiere stranden in Terminals

In den Abflug- und Ankunftshallen spielen sich chaotische Szenen ab. Reisende berichten von überfüllten Terminals, fehlenden Informationen und langen Wartezeiten.

©AFP

Ein deutscher Urlauber schilderte die Situation gegenüber der "Bild"-Zeitung so: "Am Dubai International Airport herrscht das blanke Chaos. Tausende Menschen versuchen, das Terminal zu verlassen. Es gibt keine Ausgänge, die Züge zwischen den Terminals sind defekt. Es gibt keine Ansagen, kein Personal."

Der 30-Jährige war laut eigenen Angaben erst am Freitag mit seiner Begleitung angereist. "Nach dem Drohnenangriff auf das Fünf-Sterne-Hotel wollten wir so schnell wie möglich nach Hause. Aber daraus wird nichts", sagte er.

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Offizielle Angaben zur genauen Zahl der gestrandeten Passagiere gibt es bislang nicht. Klar ist: Dubai zählt zu den wichtigsten internationalen Drehkreuzen. Täglich werden dort normalerweise mehrere Hunderttausend Reisende abgefertigt.

Airlines stoppen Nahost-Flüge

Die Auswirkungen reichen weit über die Emirate hinaus. Zahlreiche internationale Fluggesellschaften haben ihre Verbindungen in den Nahen Osten ausgesetzt.

Ein Sprecher der Lufthansa erklärte, der Flugverkehr von und nach Dubai sei am Samstag und Sonntag unterbrochen. Auch Flüge nach Tel Aviv, Beirut und in den Oman würden vorerst – laut Unternehmen bis 7. März – gestrichen. British Airways, Air France-KLM und die ungarische Wizz Air kündigten ähnliche Schritte an.

Auch Emirates, die staatliche Fluggesellschaft Dubais, setzte Flüge zu ihrem Heimatdrehkreuz aus. "Crews, Flugzeuge und Passagiere sind auf der ganzen Welt gestrandet", sagte ein Insider einer Golf-Airline gegenüber "Bild". "Es ist ein massiver logistischer Albtraum."

Nach Angaben des Luftfahrt-Analysehauses Cirium wurden am Samstag rund 24 Prozent aller Flüge in den Nahen Osten annulliert. Europas Flugsicherheitsbehörde EASA empfahl Airlines, das betroffene Gebiet vorerst zu meiden.

Reisewarnung für gesamte Region

Es gelten umfassende Reisewarnungen für große Teile der Region, darunter Israel, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar und Jemen.

Wie lange der Luftraum über Dubai gesperrt bleibt, ist derzeit offen. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass die Einschränkungen länger andauern könnten, sollten die militärischen Spannungen anhalten.

Nahost-Eskalation: Aktuelle Bilder aus Dubai

Für Tausende Urlauberinnen und Urlauber heißt das vorerst: warten.

(VOL.AT)

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