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Mallorca sperrt 2000 Parkplätze für Touristen

Mallorca will weg vom Ballermann-Image.
Mallorca will weg vom Ballermann-Image. ©APA/AFP
Immer mehr Regeln für Urlauber: Auf Mallorca werden jetzt Tausende Parkplätze für Einheimische reserviert. Wer falsch parkt, zahlt bis zu 200 Euro. Doch das ist nur ein Teil eines umfassenden Anti-Tourismus-Plans.

Mallorca verschärft seinen Kampf gegen den Massentourismus deutlich. In der beliebten Stadt Alcúdia im Norden der Insel wurden rund 2000 Parkplätze exklusiv für Einheimische reserviert. Touristen, die dort dennoch parken, riskieren empfindliche Geldstrafen.

Parkplätze nur noch für Einheimische

Die neue Regelung betrifft sowohl die Altstadt als auch den Hafenbereich von Alcúdia. Laut einem Bericht des "Mallorca Magazin" dürfen diese Stellplätze künftig ausschließlich von registrierten Bewohnern genutzt werden.

Wer dagegen verstößt, muss mit Strafen von bis zu 200 Euro rechnen. Die Flächen sind deutlich markiert, zusätzlich weisen mehrsprachige Schilder auf die Einschränkung hin. Auch Einheimische benötigen eine entsprechende Berechtigung – sonst drohen ebenfalls Strafen.

Hintergrund ist die zunehmende Parkplatznot: Für viele Bewohner war es zuletzt kaum noch möglich, in Wohnnähe einen Stellplatz zu finden.

Höhere Preise und neue Strandregeln

Neben den Parkplatzbeschränkungen plant Mallorca weitere Maßnahmen. Die Touristensteuer soll ab 2026 je nach Unterkunft auf bis zu sechs Euro pro Nacht steigen.

Auch ein Strandbesuch wird teurer: Für Liegestühle werden rund zehn Euro pro Tag verlangt. Zwei Liegen mit Sonnenschirm können somit bis zu 30 Euro kosten. Ziel ist es, die überfüllten Strände zu entlasten.

Strenge Alkoholregeln am Ballermann

Besonders hart greift die Insel bei Alkohol-Exzessen durch. In bekannten Partyzonen wie der Playa de Palma oder Magaluf ist Trinken auf offener Straße verboten.

Verstöße können mit Geldstrafen von bis zu 1500 Euro geahndet werden. Zusätzlich gelten Einschränkungen beim nächtlichen Alkoholverkauf, Hotels dürfen Getränke nur noch begrenzt ausschenken.

Kleidungsvorschriften für Urlauber

Auch beim Verhalten abseits des Strandes gelten strengere Regeln. In Palma und anderen Orten ist das Tragen von Badebekleidung außerhalb der Strandbereiche untersagt.

Viele Restaurants setzen zudem auf Dresscodes. Wer etwa in typischer Partykleidung erscheint, kann abgewiesen werden.

Digitale Hilfe gegen Touristenmassen

Mit digitalen Lösungen will Mallorca Besucherströme besser lenken. Apps wie "Beaches Mallorca" liefern Echtzeitdaten zur Auslastung von Stränden und Hotspots.

Ziel ist es, Touristen besser zu verteilen und Stoßzeiten zu entzerren.

(VOL.AT)

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