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Massaker durch bewaffnete Angreifer: Dutzende Tote bei Dorfüberfall

Massaker durch bewaffnete Angreifer: Dutzende Tote bei Dorfüberfall
Massaker durch bewaffnete Angreifer: Dutzende Tote bei Dorfüberfall ©Screenshot Google Maps
Bei einem bewaffneten Überfall auf das Dorf Kasuwan-Daji im nigerianischen Bundesstaat Niger sind am Samstagabend laut Polizeiangaben mindestens 30 Menschen getötet worden. Zudem wurden mehrere Personen verschleppt.

Dorf überfallen, Markt niedergebrannt

Die Täter, bewaffnete Angreifer unbekannter Herkunft, stürmten das im Verwaltungsgebiet Borgu gelegene Dorf und eröffneten das Feuer auf Anwohner. Nach Angaben der Polizei wurden auch der lokale Markt sowie mehrere Wohnhäuser in Brand gesetzt.

Augenzeugen sprechen von noch mehr Opfern

Einwohner vor Ort berichten von mindestens 37 Todesopfern. Manche sprechen sogar von über 40 Getöteten, darunter auch Kinder. Mehrere Menschen würden noch vermisst, hieß es am Sonntag. Die Aussagen der Bevölkerung widersprechen teilweise den Behördenangaben: Während die Polizei erklärte, Sicherheitskräfte seien im Einsatz, gaben mehrere Dorfbewohner an, bislang keine Präsenz festgestellt zu haben.

Kirche bestätigt hohe Opferzahl

Ein Sprecher der katholischen Diözese Kontagora, zu deren Gebiet Kasuwan-Daji gehört, bestätigte ebenfalls eine hohe Opferzahl und betonte, unter den Entführten seien auch Kinder.

Angreifer versteckten sich vor dem Angriff

Laut einem Anrainer hielten sich die Angreifer bereits etwa eine Woche in der Umgebung versteckt, bevor sie zuschlugen. Viele Überlebende trauen sich demnach aus Angst nicht, in das zerstörte Dorf zurückzukehren, um die Toten zu bergen. Die Attacke soll bis zu drei Stunden gedauert haben.

Rückzugsort im Nationalpark-Wald

Die Angreifer kamen nach Polizeiangaben aus dem Nationalpark-Wald bei Kabe – ein Rückzugsort, der häufig von bewaffneten Gruppen genutzt wird. Die Region ist seit Jahren Schauplatz ähnlicher Überfälle durch bewaffnete Banden, die entlegene Gemeinden angreifen, in denen staatliche Sicherheitsstrukturen oft nur schwach ausgeprägt sind.

Nähe zu früherem Entführungsort

Der jüngste Angriff ereignete sich unweit der Gemeinde Papiri, wo im November mehr als 300 Schulkinder und Lehrkräfte aus einer katholischen Schule entführt worden waren.

(VOL.AT)

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