Medizinischer Notfall an Bord: Crew-11-Einsatz vor dem Aus?
Zwischenfall in 400 Kilometern Höhe
Ein medizinisches Problem bei einem Mitglied der ISS-Besatzung hat zur Absage eines geplanten Außeneinsatzes am Donnerstag geführt. Wie die US-Raumfahrtbehörde NASA am Mittwoch mitteilte, werde derzeit geprüft, ob die vierköpfige Crew-11 ihre Mission früher als vorgesehen beenden und zur Erde zurückkehren muss.
Keine Details zur betroffenen Person
Laut NASA trat das gesundheitliche Problem am Nachmittag auf. Angaben zur Art des Vorfalls oder zur betroffenen Person wurden nicht gemacht. Der Zustand des Crew-Mitglieds sei jedoch stabil. Der abgesagte Weltraumspaziergang sollte ursprünglich von den US-Astronauten Mike Fincke und Zena Cardman durchgeführt werden. Geplant war ein rund sechseinhalbstündiger Einsatz zur Installation von Hardware für ein zukünftiges Solarpanel.
Missionsabbruch wird geprüft
In einer Stellungnahme per E-Mail bestätigte eine NASA-Sprecherin laut dem Fachportal „space.com“, dass alle Optionen geprüft würden, "einschließlich der Möglichkeit eines früheren Endes der Mission von Crew-11".
Crew-11 seit August im Einsatz
Die Crew-11 besteht aus Mike Fincke (58), Zena Cardman (38), dem japanischen Astronauten Kimiya Yui (55) und dem russischen Kosmonauten Oleg Platonov (39). Sie war Anfang August 2025 mit einem „Crew Dragon“-Raumschiff von SpaceX zur ISS gestartet. Der ursprünglich geplante Aufenthalt beträgt rund sechs Monate.
Weitere Raumfahrer an Bord
Zusätzlich zur Crew-11 befinden sich derzeit drei weitere Raumfahrer an Bord der ISS: der US-Amerikaner Christopher Williams sowie zwei russische Kosmonauten, die im November mit einer Sojus-Kapsel angedockt haben.
Ein neuer Termin für den verschobenen Außeneinsatz sowie weitere Informationen zum medizinischen Zwischenfall sollen laut NASA folgen.
(VOL.AT)