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Mehr Brustkrebs-Behandlungen in Vorarlberg – Zentren in Feldkirch erneut zertifiziert

Große Anerkennung für die Frauenheilkunde in Feldkirch: Zwei spezialisierte Krebszentren bestehen erneut die strenge Qualitätsprüfung.
Große Anerkennung für die Frauenheilkunde in Feldkirch: Zwei spezialisierte Krebszentren bestehen erneut die strenge Qualitätsprüfung. ©APA
Große Anerkennung für die Frauenheilkunde in Feldkirch: Zwei spezialisierte Krebszentren bestehen erneut die strenge Qualitätsprüfung. Was das konkret für Patientinnen bedeutet – und warum die Zahlen deutlich steigen.

Erfolgreiche Rezertifizierung in Feldkirch

Die Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am LKH Feldkirch/Bludenz hat erneut zwei Qualitätssiegel erhalten: Sowohl das "Brustzentrum Vorarlberg" als auch das "Zentrum für gynäkologische Tumore" wurden rezertifiziert.

Die unabhängige Österreichische Zertifizierungskommission überprüft dabei regelmäßig, ob strenge medizinische und organisatorische Standards eingehalten werden. Die Überprüfung erfolgt alle drei Jahre.

Primar DDr. Burghard Abendstein wertet die erneute Auszeichnung als Bestätigung der kontinuierlichen Qualitätsarbeit und der medizinischen Betreuung auf hohem Niveau.

Deutlich mehr Brustkrebs-Behandlungen im Jahr 2025

Die Bedeutung der spezialisierten Zentren zeigt sich auch in den aktuellen Zahlen:
Im Jahr 2025 wurden 187 Patientinnen und Patienten erstmals mit Brustkrebs im Brustzentrum behandelt – ein Anstieg um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

©Lisa Mathis

Brustkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen: Statistisch erkrankt etwa jede achte Frau im Laufe ihres Lebens. Männer sind deutlich seltener betroffen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Ein zentrales Merkmal der beiden Zentren ist die enge Zusammenarbeit mehrerer Fachbereiche. Neben der Gynäkologie sind unter anderem Radiologie, Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie sowie speziell geschulte Pflegekräfte beteiligt.

Alle diagnostischen und therapeutischen Schritte – von der ersten Abklärung bis zur Nachsorge – werden gebündelt an einem Standort angeboten. Therapieentscheidungen erfolgen in regelmäßig stattfindenden Tumorboards.

Rund 100 Patientinnen jährlich

Das Zentrum für gynäkologische Tumore in Feldkirch behandelt jährlich rund 100 Patientinnen. Dazu zählen unter anderem Erkrankungen wie Eierstock-, Gebärmutterhals- oder Gebärmutterkrebs.

©VLKH

Diese Tumore werden häufig im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen entdeckt. Laut den Verantwortlichen sind die Heilungschancen bei frühzeitiger Diagnose und entsprechender Behandlung in vielen Fällen gut.

Zugang zu neuen Therapien und Studien

Ein weiterer Vorteil zertifizierter Zentren ist die Möglichkeit zur Teilnahme an klinischen Studien. Dadurch erhalten Patientinnen unter bestimmten Voraussetzungen Zugang zu neuen Therapien – teilweise Jahre vor deren allgemeiner Zulassung.

Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte betonen, dass diesen Therapien umfangreiche Prüfungen vorausgehen und sie nicht als experimentell gelten.

(VOL.AT)

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