Mehrere Tote und Dutzende Verletzte bei Angriff im Iran
Bei einer neuen Welle von Angriffen im Iran, Israel und dem Libanon sind nach aktuellen Angaben mehrere Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Der Konflikt zwischen Iran, Israel und den USA spitzt sich weiter zu.
Tote und Verletzte nach Angriffen im Iran und Libanon
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden bei einem israelisch-amerikanischen Angriff in der Stadt Dorud mindestens sieben Menschen getötet, 56 weitere wurden verletzt.
Auch im Libanon kam es zu schweren Angriffen: Laut Behörden in Beirut wurden bei israelischen Luftschlägen am Mittwochmorgen zehn Menschen getötet. Ein Hochhaus im Stadtviertel Bashura wurde vollständig zerstört, weitere Einschläge gab es in zentralen Stadtteilen nahe Regierungsgebäuden.
Iranischer Raketenangriff auf Israel
Als Reaktion auf die Tötung des iranischen Sicherheitsratschefs Ali Larijani griff der Iran Israel mit Raketen an. In der Region nahe Tel Aviv kamen laut Rettungsdienst zwei Menschen ums Leben.
Mehrere Raketen schlugen im Zentrum Israels ein, unter anderem wurde der Bahnhof Savidor in Tel Aviv beschädigt. Der Zugverkehr musste vorübergehend eingestellt werden. Die meisten Geschosse wurden laut Militär abgefangen.
Angriffe auf Golfstaaten ausgeweitet
Der Iran weitete seine Angriffe auch auf mehrere Golfstaaten aus.
- In den Vereinigten Arabischen Emiraten schlug eine Rakete nahe dem Luftwaffenstützpunkt Minhad ein.
- In Saudi-Arabien wurde eine ballistische Rakete abgefangen.
- Auch Kuwait meldete abgefangene Drohnen und Raketen.
Nach offiziellen Angaben gab es dabei keine Verletzten.
Einschlag nahe iranischem Atomkraftwerk
Im Zuge der Angriffe traf ein Geschoss das Gelände des Atomkraftwerks Bushehr. Laut iranischen Behörden blieb der Reaktor unbeschädigt, es gab keine Verletzten.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) warnte vor einer weiteren Eskalation und rief zur Zurückhaltung auf, um einen nuklearen Zwischenfall zu verhindern.
Massive Militärschläge und wirtschaftliche Folgen
Die USA setzten nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben gegen iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus ein – einer strategisch wichtigen Route für den weltweiten Ölhandel.
Die Auswirkungen sind bereits global spürbar:
- Der Ölpreis ist seit Beginn der Angriffe um rund 45 Prozent gestiegen.
- Die Internationale Energieagentur spricht von der schwersten Ölkrise seit den 1970er-Jahren.
Tausende Tote seit Kriegsbeginn
Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen am 28. Februar sind die Opferzahlen stark gestiegen:
- In Israel wurden laut Rettungsdienst mindestens 14 Menschen durch Raketenangriffe getötet.
- Im Iran sprechen Menschenrechtler von über 3.000 Toten und Verletzten.
Auch im Libanon wurden bereits mehr als 900 Todesopfer gemeldet.
Das Welternährungsprogramm (WFP) warnte zudem vor einer drohenden Hungersituation für Millionen Menschen, sollte der Konflikt weiter andauern.
(VOL.AT/APA/DPA/REUTERS/AFP)