Vor knapp 19 Jahren standen sich Lionel Messi und Lamine Yamal erstmals gegenüber – allerdings unter ganz anderen Umständen.
Es ist eine jener Geschichten, die nur der Fußball schreiben kann: Wenn Argentinien und Spanien am Sonntag im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft aufeinandertreffen, stehen sich mit Lionel Messi und Lamine Yamal zwei Generationen des Weltfußballs gegenüber. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen derzeit Fotos, die seit Tagen in den sozialen Medien millionenfach geteilt werden.
Die Aufnahmen entstanden im Jahr 2007 im Rahmen eines Wohltätigkeitskalenders der katalanischen Sportzeitung "Diario Sport". Damals befand sich der junge Lionel Messi am Beginn seines internationalen Aufstiegs beim FC Barcelona.
Der wenige Monate alte Lamine Yamal war gemeinsam mit seiner Familie für das Fotoshooting ausgelost worden. Die Bilder zeigen Messi, wie er den Säugling in einer kleinen Plastikbadewanne badet.
Fotograf erinnert sich an den besonderen Moment
Fotograf Joan Monfort blickte gegenüber The Athletic auf das ungewöhnliche Shooting zurück: "Messi ist heute ein schüchterner Typ, aber damals war er noch schüchterner, als er dort mit einem Kleinkind an einer mit Wasser gefüllten Plastikwanne stand."
Rückblickend wirkt die Szene fast surreal. "Damals hätte niemand gedacht, dass dieses Baby zu dem Spieler werden kann, der er heute ist – und auch nicht, dass Messi derjenige werden würde, der er heute im Weltfußball ist", sagte Monfort weiter.
Vom Kalenderfoto zum WM-Finale
Heute gilt Lionel Messi als einer der erfolgreichsten Fußballer der Geschichte. Lamine Yamal wiederum hat sich trotz seines jungen Alters bereits als einer der größten Hoffnungsträger des internationalen Fußballs etabliert und wird vielfach als Nachfolger der Barcelona-Legende gehandelt.
Während Messi dem bisherigen Turnier mit starken Leistungen seinen Stempel aufdrückte, musste Yamal nach einer Verletzung zunächst behutsam aufgebaut werden. Mittlerweile ist der Spanier wieder voll einsatzfähig und will mit seiner Mannschaft den Weltmeistertitel holen.
So erhält ein beinahe zwei Jahrzehnte altes Foto kurz vor dem größten Spiel des Turniers eine völlig neue Bedeutung: Aus dem Baby in der Badewanne ist ein Gegner geworden – und aus einer kuriosen Momentaufnahme ein Stück Fußballgeschichte.
(VOL.AT)