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Millionen Trottellummen verenden durch Wärmewelle

Trottellummen auf Hooker Island.
Trottellummen auf Hooker Island. ©Ekaterina ANISIMOVA / AFP
Ein massives Artensterben in Alaska: Vier Millionen Trottellummen sind während einer zweijährigen Meereswärmewelle verendet.

Wissenschaftler warnen vor langfristigen Schäden für das Ökosystem – eine Erholung der Bestände ist nicht in Sicht.

Die verheerenden Auswirkungen einer Wärmewelle

Zwischen 2014 und 2016 ereignete sich mit „The Blob“ die längste bekannte Meereswärmewelle, die Temperaturen im Nordostpazifik um bis zu 3 Grad Celsius über den Normalwert steigen ließ. Diese Erwärmung führte zum größten je verzeichneten Sterben einer einzigen Tierart: Rund die Hälfte der Trottellummen (Uria aalge) in Alaska starb aus.

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Wissenschaftler zählten mehr als 62.000 Kadaver an Land, was jedoch nur einen Bruchteil der tatsächlichen Verluste darstellt. Insgesamt wurden etwa 4 Millionen Tiere Opfer des ökologischen Kollapses, ausgelöst durch den Einbruch von Schlüsselbeutetieren wie dem Pazifischen Kabeljau, dessen Population um 80 % zurückging.

Nachhaltige Auswirkungen auf die Population

Vor der Wärmewelle stellte Alaska ein Viertel der weltweiten Trottellummen-Population. In den Jahren nach dem Ereignis, von 2016 bis 2022, brachen die Bestände in 13 Kolonien um 52 % bis 78 % ein. Trotz fortlaufender Beobachtungen gibt es keine Anzeichen für eine Erholung. Ursachen sind neben der schwindenden Nahrung auch die geringe Reproduktionsrate der Vögel sowie Schwierigkeiten, neue Lebensräume zu finden.

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"Das einzige, was uns in die Lage versetzt hat, diese Katastrophe zu erfassen, waren langjährige Datensätze", betonte Brie Drummond, Co-Autorin der Studie und Biologin am "Alaska Maritime National Wildlife Refuge". Die Überwachung sei essenziell, um zukünftige Entwicklungen zu verstehen.

Globale Herausforderungen durch steigende Temperaturen

Nicht nur Trottellummen sind betroffen: Arten wie Lachs, Wale und sogar die farbenfrohen Papageientaucher ziehen in neue Lebensräume, kämpfen jedoch mit Anpassungsproblemen. Währenddessen profitieren einige Spezies von den sich verändernden Umweltbedingungen.

Die Studie zeigt auch: Rund die Hälfte der untersuchten Meeresorganismen reagierte neutral auf die Wärmebelastung, während 20 % – meist homeotherme Tiere wie einige Säugetiere – sich sogar positiv anpassten.

(VOL.AT)

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