Nach 25 Jahren: St. Anton greift wieder nach der Ski-WM
Am 29. Jänner 2001 wurde in St. Anton am Arlberg die 36. FIS-Alpine-Ski-Weltmeisterschaft eröffnet. Das sportliche Großereignis gilt als ein bedeutender Wendepunkt in der jüngeren Ortsgeschichte.
Drei Gold-, sechs Silber- und zwei Bronzemedaillen holte das ÖSV-Team, darunter die Abfahrtssiege von Hannes Trinkl und Michaela Dorfmeister. Der abschließende Slalom vor 60.000 Fans endete mit einem Tiroler Doppelerfolg: Mario Matt gewann Gold, Benjamin Raich Silber.
Strukturwandel mit Langzeitwirkung
Mit der Weltmeisterschaft gingen umfassende Investitionen einher. Rund 254 Millionen Euro flossen in die Infrastruktur, darunter etwa 150 Millionen Euro in die Verlegung der Arlbergbahntrasse. Peter Mall, OK-Chef der Arlberg-Kandahar-Rennen, betont die Bedeutung: Die neuen Anlagen wie Bahnhof, Zielstadion und Arlberg WellCom hätten den Ort nachhaltig geprägt und die Austragung der Heim-WM ermöglicht.
Auch Bürgermeister Helmut Mall verweist auf die Langzeitwirkung der damaligen Entscheidungen. Die Investitionen hätten bis heute zentrale Bedeutung für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung. Über 350.000 Menschen erlebten die WM 2001 vor Ort – ein Ereignis, das als Gemeinschaftsleistung in Erinnerung bleibe.
Josef Chodakowsky, Präsident des Skiclub Arlberg und TVB-Obmann, hebt die organisatorische Erfahrung hervor. Die WM sei Teil der Identität geworden und bilde eine wichtige Grundlage für zukünftige Überlegungen im internationalen Skisport.
Vision Ski-WM 2033
Im Zuge des 25-Jahr-Jubiläums rückt eine mögliche Heim-WM im Jahr 2033 in den Fokus. Laut Aussendung streben der Österreichische Skiverband (ÖSV), das Land Tirol und St. Anton am Arlberg eine Bewerbung an. Peter Mall sieht darin eine große Chance, die Wintersportgeschichte am Arlberg fortzuschreiben. Die bestehende Infrastruktur sei weiterhin nutzbar und bilde eine tragfähige Basis für eine nachhaltige Zukunft im alpinen Spitzensport.
(VOL.AT)