Nach dem Angriff auf Polizisten vor dem israelischen Konsulat in Istanbul haben die türkischen Behörden neun Menschen festgenommen. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete am Mittwoch, die Verdächtigen seien bei Einsätzen in Istanbul sowie in den Provinzen Konya und Kocaeli abgeführt worden. Sie würden wie die beiden verletzten Angreifer verhört. Bei dem Angriff kam am Dienstag einer der Täter ums Leben. Zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen.
In den Räumen des Konsulats in einem Hochhaus im Geschäftsviertel Levent hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs keine Diplomaten auf. Israel hatte seine Mitarbeiter aufgrund von Sicherheitsbedenken und der sich verschlechternden Beziehungen zur Türkei kurz nach Beginn des Gaza-Kriegs abgezogen.
Innenminister Mustafa Cifti schrieb nach der Tat auf der Plattform X, die Angreifer seien mit einem Mietwagen aus der Stadt Izmit angereist, die etwa 100 Kilometer östlich von Istanbul liegt. Einer von ihnen habe Verbindungen zu einer Gruppe, die "Religion ausbeutet", erklärte er, ohne die Organisation zu nennen. Die Terrororganisation Islamischer Staat hat in der Vergangenheit tödliche Anschläge in der Türkei verübt.
(dpa)