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Nach Herzinfarkt: Zustand von Lucescu kritisch

Lucescu war bis vor kurzem noch Trainer der Rumänischen Nationalmannschaft.
Lucescu war bis vor kurzem noch Trainer der Rumänischen Nationalmannschaft. ©AFP
Der frühere rumänische Teamchef Mircea Lucescu (80) liegt nach einem Herzinfarkt im künstlichen Koma. Sein Zustand hat sich laut offiziellen Angaben in den vergangenen Tagen deutlich verschlechtert.

Sorge um rumänische Trainer-Ikone

Der rumänische Fußball bangt um eine seiner prägendsten Persönlichkeiten: Mircea Lucescu befindet sich nach einem Herzinfarkt in einem künstlichen Koma. Wie mehrere rumänische Medien übereinstimmend berichten, wird sein Zustand aktuell als kritisch eingestuft.

Noch vor wenigen Wochen stand der 80-Jährige an der Seitenlinie – nun kämpft er auf der Intensivstation um sein Leben.

Zustand zuletzt deutlich verschlechtert

Den Ernst der Lage bestätigte Rumäniens Gesundheitsminister Alexandru Rogobete. "Er ist unglücklicherweise in einem kritischen Zustand. Er befindet sich auf der Intensivstation. Sein Zustand hat sich in den vergangenen 24 bis 48 Stunden verschlechtert", erklärte er.

Zunächst war nach dem Herzinfarkt am Freitag – nur einen Tag nach seinem Rücktritt als Nationaltrainer – noch von einem stabilen Zustand die Rede gewesen. Seither hat sich die Situation jedoch deutlich verschärft.

Am Krankenbett befinden sich laut Berichten seine engsten Angehörigen, darunter Ehefrau, Sohn und Enkel.

Emotionales Statement des Verbandes

Die rumänische Nationalmannschaft reagierte mit bewegenden Worten: "Es gibt im Fußball manchmal Momente, in denen das Ergebnis auf der Anzeige egal ist und der einzige Sieg, um den wir kämpfen, das Leben ist."

Weiter heißt es, Lucescu habe "Schicksale geprägt, Generationen geformt und Rumänien auf die große Landkarte des Weltfußballs gebracht".

Große Karriere über Jahrzehnte

Lucescu zählt zu den erfolgreichsten Trainern Rumäniens. Bereits in den 1980er-Jahren führte er die Nationalmannschaft zur ersten EM-Teilnahme der Verbandsgeschichte (1984).

International machte er sich vor allem bei Schachtar Donezk einen Namen: Zwischen 2004 und 2016 gewann er dort acht Meistertitel.

Zuletzt hatte er im August 2024 erneut das rumänische Nationalteam übernommen. Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft wurde jedoch knapp verpasst.

Gesundheitliche Probleme zuletzt gehäuft

Nach dem verpassten Playoff-Spiel kam es bereits zu gesundheitlichen Problemen. Während einer Teamsitzung brach Lucescu zusammen und wurde mit Herzrhythmusstörungen in eine Klinik gebracht. Medienberichten zufolge erhielt er daraufhin einen Herzschrittmacher.

Wenige Tage später erlitt er schließlich den Herzinfarkt, der nun zu seinem kritischen Zustand führte.

(VOL.AT)

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