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Nach Horrorcrash in Spanien: Chronik schwerer Zugunglücke in Europa

Schweres Zugsunglück in Spanien: Beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge im Süden des Landes sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen.
Schweres Zugsunglück in Spanien: Beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge im Süden des Landes sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. ©AFP
Bahnfahren gilt in Europa als sicher. Dennoch ereignen sich immer wieder schwere Zugunglücke wie jetzt im Süden Spaniens mit Dutzenden Toten.

Es ist 19.45 Uhr am Sonntagabend, als nahe Adamuz im Süden Spaniens mehrere Waggons eines Hochgeschwindigkeitszugs auf dem Weg von Málaga nach Madrid entgleisen und mit einem entgegenkommenden Zug zusammenkrachen. Die Kollision in der andalusischen Provinz Córdoba ist verheerend: Beim schwersten Zugunglück in Spanien seit mehr als zehn Jahren kommen mindestens 39 Menschen ums Leben, mehr als 120 weitere werden verletzt, so die erste Bilanz am Montag.

Immer wieder ereignen sich schwere Zugunglücke mit Dutzenden Toten. Eine Auswahl der vergangenen Jahre:

Tempi in Griechenland, Februar 2023

Madrid. Beim Zusammenstoß eines Güterzugs mit einem Personenzug kommen 57 Menschen ums Leben. Im offiziellen Unfallbericht ist vom desolaten Zustand der griechischen Bahn und schlechten Sicherheitsvorkehrungen die Rede.

Brücke über den Großen Belt in Dänemark, Jänner 2019

Auf der Ostseebrücke über den Großen Belt wird ein Personenzug von einem wahrscheinlich unzureichend befestigten Auflieger eines entgegenkommenden Güterzugs getroffen. Acht Menschen sterben. Damals stürmte es heftig.

Bad Aibling in Deutschland, Februar 2016

Zwölf Menschen sterben, als auf der eingleisigen Strecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen zwei Nahverkehrszüge frontal ineinander rasen. Weil er durch Handyspielen abgelenkt war, wird der Fahrdienstleiter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Santiago de Compostela in Spanien, Juli 2013

Beim schwersten Bahnunglück in Spanien seit 40 Jahren kommen nahe der Pilgerstadt 80 Menschen ums Leben. Der Hochgeschwindigkeitszug biegt kurz vor dem Bahnhof zu schnell in eine Kurve und entgleist.

Bioce in Montenegro, Jänner 2006

Nahe der Hauptstadt Podgorica entgleist ein Regionalzug, mehrere Waggons stürzen in eine Schlucht. Die Bremsen hatten versagt. Mehr als 40 Menschen sterben.

Eschede in Deutschland, Juni 1998

Bei Eschede in Niedersachsen zerschellen Waggons eines ICE an einer Straßenbrücke. 101 Reisende sterben, Dutzende werden schwer verletzt. Ein gebrochener Radreifen hatte den Zug zum Entgleisen gebracht.

(APA/dpa)

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