Nach schwerem Sturz in Cortina: Lindsey Vonn auf Intensivstation
Das US-Team teilte mit, die 41-Jährige befinde sich in einem stabilen Zustand. Sie wird derzeit auf der Intensivstation betreut, unter anderem aus Gründen der Privatsphäre.
Schwerer Sturz kurz nach dem Start in der Olympia-Abfahrt
Lindsey Vonn stürzte bei der Olympia-Abfahrt in Cortina schwer. Nach rund dreizehn Fahrsekunden blieb sie mit dem Arm an einem der Tore hängen, verlor die Kontrolle und kam zu Sturz. Die US-Amerikanerin blieb schreiend auf der Piste liegen.
Vonn laut US-Team "in stabilem Zustand"
Kurz nach dem Sturz lagen zunächst nur wenige gesicherte Informationen vor. Alex Hödlmoser, Speed-Trainer der US-Frauen, sagte: "Wir haben jetzt noch ganz wenige Informationen. Anscheinend sollte es ein Bruch sein im Unterschenkel irgendwo, aber wir wissen noch überhaupt nichts Genaues. Es wird noch untersucht."
Am Abend bestätigte das US-Team in einer Mitteilung: "Lindsey hat sich eine Verletzung zugezogen, befindet sich jedoch in einem stabilen Zustand und ist bei einem Team aus amerikanischen und italienischen Ärzten in guten Händen." Vonn wurde nach dem Sturz zunächst ins Olympiakrankenhaus in Cortina gebracht und nach rund dreistündiger Behandlung weiter nach Treviso ausgeflogen.
Operation und Überwachung auf der Intensivstation
Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur "Ansa", die sich auf das Gesundheitsamt Treviso beruft, wurde Lindsey Vonn noch am Sonntagabend operiert, um den Bruch an ihrem linken Bein zu stabilisieren. Italienische Medien berichten von einem offenen Unterschenkelbruch. Reuters berichtete unter Berufung auf eine informierte Quelle, dass die 41-Jährige auf der Intensivstation betreut werde, wo sowohl eine engmaschige medizinische Versorgung als auch mehr Privatsphäre gewährleistet seien. Es bestehe keine Lebensgefahr.
Start trotz Kreuzbandriss
Lindsey Vonn war trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie an den Start gegangen. Diese Verletzung hatte sie sich eine Woche vor den Olympischen Spielen bei einem Sturz in Crans-Montana zugezogen. Vonn hatte ihr Comeback mit dem Ziel Olympia 2026 gegeben.
"Es war beängstigend"
Nach dem Sturz herrschte im Zielbereich von Cortina große Stille. Auch die Familie der US-Amerikanerin war vor Ort.
Ihre Schwester Karin Kildow sagte gegenüber "Peacock": "Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten. Es war beängstigend, denn wenn man sieht, wie die Bahre herausgebracht wird, ist das kein gutes Zeichen." Und weiter: "Sie gibt immer 110 Prozent, niemals weniger. Es ist ein sehr gefährlicher Sport."
Auch Vater Alan Kildow zeigte sich tief betroffen. In der "Sportschau" sagte er:
"Es bricht mir das Herz." Seine Tochter sei "so eine Kriegerin, sie ist so eine starke Kämpferin". Wenn er sie sehe, wolle er ihr sagen, dass er "nicht stolzer sein" könne.
(VOL.AT)