Nach zwei verpatzten Renntagen: ÖSV-Herren vor der nächsten Chance
Die Erwartungen an die Abfahrt am Donnerstag blieben aus österreichischer Sicht unerfüllt, auch im Super-G am Freitag konnte das ÖSV-Team nicht überzeugen. Die nächste Chance auf Wiedergutmachung bietet sich am Samstag bei der klassischen Abfahrt in Gröden.
Odermatt feierte Weltcupsieg Nummer 50
Bei der ersten Abfahrt in Gröden, die wetterbedingt verkürzt und mit Verspätung gestartet wurde, setzte sich Marco Odermatt in 1:24,48 Minuten vor Franjo von Allmen und Dominik Paris durch. Für den Schweizer war es der 50. Weltcupsieg, womit er in der ewigen Bestenliste mit Alberto Tomba gleichzog.
Das ÖSV-Team konnte nicht mithalten: Stefan Babinsky wurde als bester Österreicher Elfter, gefolgt von Daniel Hemetsberger (13.) und Vincent Kriechmayr (18.). In den letzten zehn Weltcup-Abfahrten blieben die Österreicher damit ohne Podestplatz. Babinsky bemängelte selbst seine Ausfahrt in der Ciaslat-Passage. Kriechmayr und Hemetsberger sahen ebenfalls Verbesserungspotenzial.
Tscheche sorgt mit Sensationsfahrt für Überraschung
Am Freitag folgte im Super-G die große Überraschung: Der Tscheche Jan Zabystran fuhr mit Startnummer 29 zum Sieg und fing damit den lange führenden Odermatt noch ab. Es war der erste Weltcupsieg eines tschechischen Skifahrers überhaupt. Zabystran war überwältigt und sprach von einem "völlig verrückten" Moment.
Bester Österreicher war Daniel Hemetsberger auf Rang sieben. Kriechmayr (9.), Haaser (10.) und Schwarz (13.) landeten ebenfalls in den Top 15. Die österreichische Podestserie im Super-G wurde damit unterbrochen. Kriechmayr ärgerte sich über einen wiederholten Fehler bei den Kamelbuckeln, hofft jedoch auf eine Steigerung bei der Abfahrt am Samstag.
Nächste Chance auf Wiedergutmachung
Am Samstag steht in Gröden die klassische Abfahrt auf dem Programm. Start ist um 11.45 Uhr. Nach dem verpatzten Auftakt und dem verpassten Podest im Super-G hofft das ÖSV-Team auf eine Leistungssteigerung. Besonders Vincent Kriechmayr, zuletzt Dritter in Beaver Creek, zählt zu den Hoffnungsträgern.
(VOL.AT)