Nächste Preiswelle: Rauchen wird schon wieder teurer
Nachdem große Hersteller wie Marlboro bereits im Februar ihre Preise angehoben haben, ziehen nun weitere Anbieter nach.
Kleinere Marken und Premiumprodukte betroffen
Diesmal trifft es vor allem weniger verbreitete Marken sowie das Premiumsegment. So verteuern sich unter anderem Zigaretten der Marke Sobranie. Auch bei Zigarren – etwa der Sorte Montecristo Edmundo – müssen Konsumenten künftig tiefer in die Tasche greifen.
Mit Anfang März passen folgende Händler ihre Preise an:
- TOB GmbH & Co. KG
- Rauch Tabak KG
- House of Smoke Gunz GmbH
Für viele Raucher kommt die Teuerung gleich doppelt spürbar daher. In den Trafiken sind die letzten Packungen mit alten Steuerbanderolen und damit niedrigeren Preisen großteils verkauft. Nun gelten flächendeckend die neuen Tarife.
Der Griff zur Zigarette bleibt für den Staat ein lukratives Geschäft: Raucher spülten zuletzt rund 50 Millionen Euro mehr in die Staatskasse.
Camel wird kurzfristig günstiger
Eine kleine Ausnahme gibt es dennoch. Wie das Portal "5 Minuten" berichtet, werden bestimmte Camel-Packungen im März um 10 Cent günstiger. Die Entlastung dürfte jedoch nur vorübergehend sein.
Denn schon im April steht die nächste Preiswelle an. Mit dem neuen Tabakmonopol erhöhen sich dann auch die Kosten für E-Zigaretten und Nikotinbeutel spürbar.
Mehr Einnahmen trotz sinkender Verkaufszahlen
Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt: Für die Staatskasse bleibt Tabak ein Milliardengeschäft. Im Vorjahr stiegen die Einnahmen aus der Tabaksteuer im Vergleich zu 2024 um rund 50 Millionen Euro auf 2,18 Milliarden Euro. Rechnet man die Mehrwertsteuer hinzu, wurden insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro eingenommen.
Gleichzeitig ging das Verkaufsvolumen zurück. Die Zahl der verkauften Zigaretten sank um 4,3 Prozent auf 10,7 Milliarden Stück. Der gewichtete Durchschnittspreis pro Packung lag 2025 bei 6,25 Euro – nach 5,96 Euro im Jahr 2024. Der Steueranteil am Verkaufspreis betrug dabei 76 Prozent.
Insgesamt wurden in Österreich 12,3 Milliarden Zigaretten geraucht. Darin enthalten sind auch Produkte, die nicht hierzulande versteuert wurden. Der Anteil geschmuggelter Zigaretten wird auf 13 Prozent geschätzt – das entspricht rund 1,6 Milliarden Stück.
Tabakmonopol wird ausgeweitet
Doch nicht nur die klassische Zigarette steht im Fokus der Politik. Heuer wird neben der Tabaksteuer auch das Tabakmonopol ausgeweitet. Künftig wird die Steuer auch auf sogenannte "tabakverwandte Produkte" angewendet – darunter Nikotinbeutel und E-Liquids für E-Zigaretten.
Ab April fallen diese beiden Produktgruppen unter das Tabakmonopol. Für CBD-Shops gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2028. Danach werden auch Cannabis-Waren mit niedrigem THC-Gehalt dem Tabakmonopol unterstellt und dürfen ausschließlich in Tabaktrafiken verkauft werden.
Für Konsumenten bedeutet das: Die Preis- und Marktregeln rund um Rauch- und Nikotinprodukte werden weiter verschärft – mit spürbaren Folgen im Geldbörsel.
(VOL.AT)